Abkommen tritt am Freitag in Kraft

Oberbürgermeister Köhler begrüßt Vertrag gegen Atomwaffen

Vor dem Neuen Rathaus am Hiroshima-Platz wurde die Fahne der Organisation „Mayors for Peace“ von Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler bereits im vergangenen Jahr gehisst.
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Vor dem Neuen Rathaus am Hiroshima-Platz wurde die Fahne der Organisation „Mayors for Peace“ von Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler bereits im vergangenen Jahr gehisst.

An diesem Freitag, 22. Januar, tritt der von den Vereinten Nationen im Jahr 2017 verabschiedete Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft. Atomwaffen sind damit völkerrechtlich geächtet und verboten.

Göttingen – Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) ist für Göttingen Mitglied des Bündnisses Bürgermeister für den Frieden und begrüßt ausdrücklich das Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrages. „Das ist der nächste wichtige Schritt auf dem Weg in eine Welt ohne Atomwaffen. Denn die humanitären Folgen eines Einsatzes von Atomwaffen sind katastrophal. Wir brauchen jetzt eine neue, globale Debatte über nukleare Abrüstung und Rüstungskontrolle.“

Auch die Bundesrepublik ist aus seiner Sicht Köhlers gefordert, beispielgebend mitzuwirken und dem Vertrag beizutreten. Eine friedliche und sichere Zukunft lässt sich aus Sicht Köhlers nur ohne Atomwaffen gestalten. Deshalb wird Köhler am Freitag um 12 Uhr am Hiroshimaplatz feierlich eine Friedensfahne hissen.

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler.

Die Organisation „Mayors for Peace“, ein weltweites Städtebündnis mit rund 8000 Mitgliedern, darunter 700 Städte in Deutschland, begrüßt ebenfalls das Inkrafttreten des Vertrages. Als Zeichen ihrer Unterstützung für dieses besondere Ereignis werden ebenfalls viele Mitgliedsstädte am 22. Januar Friedens-Flagge hissen. Denn Städte mit ihrer wichtigen Infrastruktur und einer hohen Bevölkerungszahl gelten nach wie vor als vorrangige Ziele im Falle eines nuklearen Angriffes.

Inzwischen haben 51 Staaten den Vertrag ratifiziert, 86 unterzeichnet. Die Atommächte seien dem Vertrag nicht beigetreten. Auch Deutschland sei nicht dabei, heißt es in einer Mitteilung.

In dem völkerrechtlich bindenden Vertrag verpflichten sich die Unterzeichner, „nie, unter keinen Umständen“ Atomwaffen zu entwickeln, herzustellen, anzuschaffen, zu besitzen oder zu lagern. Auch nach Inkrafttreten des Vertrages ist ein Beitritt möglich. (Carolin Eberth)

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