Stadtwerke und GöSF werden Partner

Öko-Wärme für das Badeparadies Eiswiese in Göttingen

Fernwärme-Übergabestation: (von links) Dr. Gerd Rappenecker, Technischer Vorstand der Stadtwerke Göttingen, Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, Alexander Hirt und Andreas Gruber (beide GöSF) sowie Edgar Kunz und Jochen Ritter (beide Stadtwerke) stellten die Anlage vor.
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Fernwärme-Übergabestation an der Eiswiese in Göttingen: (von links) Dr. Gerd Rappenecker, Technischer Vorstand der Stadtwerke Göttingen, Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, Alexander Hirt und Andreas Gruber (beide GöSF) sowie Edgar Kunz und Jochen Ritter (beide Stadtwerke) stellten die Anlage vor.

Das Göttinger Badeparadies Eiswiese erhält einen Teil seiner benötigten Wärme aus dem „BioWärmeZentrum“ der Stadtwerke. Eine Fernwärmeleitung wurde in Betrieb genommen.

Göttingen - Damit bekommt auch diese Einrichtung „ökologische Wärme“. Im Zuge des Baus der etwa 700 Meter langen Rohrleitung erhielt auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt einen neuen Anschluss für Fernwärme. An die Leitung wurden zudem das Felix-Klein-Gymnasium mit seiner Turnhalle an der Böttingerstraße sowie die Trainingshalle der Basketballgemeinschaft Göttingen angekoppelt.

Das Badeparadies benötigt für seine Versorgung mit Wärme etwa eine Megawattstunde Anschlussleistung. Das entspricht dem Wärmebedarf von etwa 100 Einfamilienhäusern. Die Göttinger Sport und Freizeit (GöSF) GmbH, die das Badeparadies betreibt, unterhält weiter zwei größere Blockheizkraftwerke, deren Wärme bei Bedarf über die neue Leitung in das Fernwärmenetz eingespeist werden kann. Daher werden Stadtwerke und GöSF Partner beim Thema Fernwärme.

Um die Eiswiese-Besucher auf das Thema aufmerksam zu machen, wurde die Übergabestation oberirdisch angelegt. Aus dem Schwimmbecken kann man die technische Anlage, die abends beleuchtet ist, sehen. „Ein sichtbares Zeichen für die nachhaltige Ausrichtung unseres Schwimmbadbetriebs“, sagt GöSF-Geschäftsführer Andreas Gruber. Für das Projekt wurde etwa 1,5 Millionen Euro investiert.

Dr. Gerd Rappenecker, technischer Vorstand der Stadtwerke, ergänzt: „Der Anschluss des Badeparadieses ist ein wichtiger Meilenstein unseres nachhaltigen Wärmekonzeptes für die Stadt Göttingen.“

Laut Stadtwerke können entlang der bestehenden Fernwärmeleitungen weitere Interessierte angeschlossen werden. Derzeit läuft der Netzausbau im Norden und im Süden der Uni-Stadt.

Kernpunkt der Strategie ist die Erzeugung von Wärme und der gleichzeitige stetige Ausbau erneuerbarer Energien. Bei der Wärme soll der Anteil bis 2023 bei 75 Prozent liegen. Herzstück dabei ist das „BioWärmeZentrum“. Zukünftig soll aber auch die Abwärme von Industriebetrieben genutzt werden. Außerdem ist geplant, bestehende Nahwärmenetze nach Möglichkeit in das Fernwärmenetz zu integrieren, um die Effizienz zu steigern. (Bernd Schlegel)

zu.hna.de/waermegoe1021

Fernwärme-Übergabestation am Badeparadies Eiswiese: Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (rechts) nahm die Anlage im Beisein von (von links) GöSF-Geschäftsführer Andreas Gruber, GöSF-Prokurist Alexander Hirt und Dr. Gerd Rappenecker, Technischer Vorstand der Stadtwerke Göttingen, in Betrieb.

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