Erlebnis Sachsenring

Oldtimer-Rennen: Motorradspaß mit Weltmeistern

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Schneller Flitzer: Oliver von Sierakowski mit seinem Traummotorrad, der 46 Jahre alten MV Agusta.

Göttingen. Ein Erlebnis der ganz besonderen Art hatte der Göttinger Oliver von Sierakowski: Er nahm am Sachsenring mit seinem Motorrad an einem Oldtimer-Rennen teil und trat dabei gleich gegen mehrere Ex-Weltmeister an.

„Das war der absolute Wahnsinn“, sagt der 48-Jährige, für den es überhaupt das erste Rennen dieser Art war. Nachdem sich der Autobahnpolizist schon immer für alte italienische Motorräder begeistert habe, hatte er sich im April einen Traum erfüllt und in Italien eine MV Agusta gekauft. „Ich war im Internet darauf aufmerksam geworden und habe sofort Kontakt zum Besitzer aufgenommen“, erzählt er. Nachdem er von dem ehemaligen Carabinieri zu einem Kurzurlaub zu sich in die Toskana eingeladen worden war, zögerte von Sierakowski nicht lange und brachte die Maschine von dort gleich mit nach Hause. „Nachdem sie 15 Jahre in einer Scheune gestanden hatte, habe ich sie erst mal überholen lassen und mich dann zusammen mit einem Bekannten aus Dransfeld im Juni für das Rennen auf dem Sachsenring angemeldet.“

Treffen an der Rennstrecke: Marco Lucchinelli (rechts) und Oliver von Sierakowski.

Was dort auf die beiden wartete, hätte sich von Sierakowski in seinen kühnsten Träumen nicht ausmalen können. „Plötzlich standen wir mit Giacomo Agostini, Phil Read, Marco Lucchinelli, Gianfranco Bonera und vielen anderen Größen vergangener Tage am Start“, erzählt er.

Weile seine 1971 gebaute MV Agusta mit ihren zwei Zylindern, 350 Kubikzentimetern Hubraum und den rund 40 Pferdestärken zu den kleineren und schwächeren im Feld zählte und er selbst zu den größeren und schwereren Fahrern, habe er natürlich keine Chance gehabt und sei gerade von den ehemaligen Serienweltmeistern wie Giacomo Agostini, der immerhin schon 75 Jahre alt ist, und Phil Read (78) förmlich stehengelassen worden. „Aber da dieses Rennen, das im Rahmen des 90-jährigen Jubiläums des Sachsenrings stattfand, sowieso nicht gewertet wurde und es somit keine Sieger und platzierten gab, standen von vornherein der Spaß und das Dabeisein im Vordergrund“, sagt der Göttinger.

Enthusiastischen Fans

Als dann auch noch das gesamte Teilnehmerfeld abends mit den alten Rennmaschinen auf eigens dafür abgesperrten Straßen in die Stadt gefahren seien und selbst er von den enthusiastischen Fans um Autogramme gebeten wurde, sei sein Glück perfekt gewesen. „Das war ein Tag, den ich so schnell nicht vergessen werde.“

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