Scharfe Kritik an Vorhaben

Online-Petition gegen Projekt am Weender Tor in Göttingen

So soll das Gebäude am Weender Tor aussehen: An dem Projekt sind die Hildesheimer Hanseatic Group und die Sparkasse Göttingen beteiligt. Es läuft eine Online-Petition gegen das Projekt.
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So soll das Gebäude am Weender Tor aussehen: An dem Projekt sind die Hildesheimer Hanseatic Group und die Sparkasse Göttingen beteiligt. Es läuft eine Online-Petition gegen das Projekt.

Das Weender Tor soll ein neues Wahrzeichen erhalten. Gegen das Bauprojekt formiert sich der Widerstand – in Form einer Online-Petition.

Die Pläne der Hildesheimer Hanseatic Group und der Sparkasse Göttingen waren vor einiger Zeit öffentlich geworden (wir berichteten). An der Ecke zur Berliner Allee soll ein gut 40 Meter langer Gebäudekomplex mit sieben Geschossen entstehen, so die Pläne.

Architektin Renate Willenbrock-Heier, die die Petition eingereicht hat und von einem „Investoren-Monstrum“ spricht, weist aber darauf hin, dass der erst 2019 beschlossene Bebauungsplan drei Einzelgebäude mit vier Geschossen vorschreibe. Einen Planungswettbewerb habe der Bauausschuss im Juli abgelehnt und die Investoren-Planung mit knapper Mehrheit befürwortet, kritisiert sie.

„Das Projekt darf in dieser Gestalt nicht realisiert werden, weil es in seiner Monstrosität den öffentlichen Raum am Stadteingang Weender Tor dauerhaft negativ prägen und den Wall verbarrikadieren wird“, macht Willenbrock-Heier deutlich. Der Wall werde nicht mehr zu sehen sein und der beliebte Spaziergang auf dem Wall wird ein Gang durch eine „Schlucht“ zwischen zu hohen Gebäuden auf beiden Seiten werden, befürchtet sie. „Da helfen auch keine Abtreppungen bis auf vier bis fünf Geschosse Richtung Wall. Das Argument Lärmschutz greift auch schon bei drei bis vier Geschosse Geschossen.“

Aus Sicht der Initiatorin der Petition ist es nun an der Zeit, für „Transparenz, Information der Bürger und ihre Beteiligung, um Akzeptanz für Neubauten“ zu erzielen. Architektin Willenbrock-Heier hofft, dass noch mehr Interessierte ihre Petition unterstützen. Damit das Anliegen weiter behandelt wird, müssen es bis zum ersten November-Wochenende 1400 Unterstützer sein. Am Freitag waren es mehr als 430. Die Petition ist hier zu finden. (Bernd Schlegel)

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