Online-Veranstaltungen über Klima-Thematik

Göttinger Verein Kunst veranstaltet Streaming-Reihe zur Klimakrise

Drei Personen verschiedener Altersklassen stehen in Abstand zueinander vor einem Plakat.
+
Stellten die Klima-Veranstaltungsreihe vor: Nils König (links) vom Verein Kunst, DT-Intendant Erich Sidler (Mitte) und Dr. Michael Fink von Scientists 4Future.

„Klimakrise – was tun?“ – der Titel ist eine Frage. In der neuen Veranstaltungsreihe, initiiert vom Verein Kunst soll es aber auch um Antworten gehen.

Göttingen – „Vor allem darum, was jeder Einzelne in der Klimakrise zur Verbesserung tun kann“, wie Nils König aus dem Kunst e.V. Vorstand sagt. Start für die nach seinen Worten „bunte“ Informationsreihe mit Experten ist am Donnerstag, 18.

März – natürlich online und per Stream aus dem Deutschen Theater und über dessen Internetseite.

Experten geben Informationen aus erster Hand

Das hilft mit dem Raum, der Technik, Plattform und natürlich der ideellen Unterstützung, denn Intendant Erich Sidler und seine Mannschaft sind bekanntlich offen für brennende gesellschaftliche und politische Themen.

So freut sich Sidler darauf, möglichst vielen Interessierten ein Forum bieten zu können, eines, bei dem es Informationen aus erster Hand von Experten gibt, „und eben nicht von irgendwo aus dem Netz“, wo man nicht um die Quellen und Wertigkeit dieser wisse.

Sidler sieht diese Informationsreihe per Stream auch als eine Ergänzung zu den seiner Meinung nach an Bedeutung verlierenden Nachrichtenportale und klassischen Informationsmedien. „Wir müssen im Meinungsbildungsprozess differenziert informieren – erst das befähigt uns, über die Zukunft zu entscheiden.“

Beispiele aus der Stadt, wie und das jeder etwas tun kann

Dass diese Entscheidungen im großen Politischen, wie im kleinen Häuslichen notwendig sind, daran hegen weder Erich Sidler noch Nils König und Dr. Michael Fink von den Göttinger Scientists 4Future Zweifel.

Wie aber etwas gegen die Klimakrise tun? Genau darauf soll es Antworten von Top-Wissenschaftlern geben. „Zudem wollen wir in Beispielen hier aus der Stadt zeigen, wie und das jeder etwas tun kann“, sagt Nils König. Vorgestellt werden sollen diese privaten Musterbeispiele in kurzen Video-Clips, die gerade gedreht werden.

So wird ein „Klimaschützer“ vorgestellt, der sein ganzes Haus klimafit gemacht hat – in Eigeninitiative. „Wir werden weitere Beispiele dieser Art zeigen, so auch den Laden „Unverpackt“, verspricht Nils König.

Menschen können nicht mehr so weiter leben wie aktuell

Das soll laut Michael Fink auch zeigen: „Es gibt schon Lösungen, sie existieren. Wir haben viel Potenzial und es gibt Leute, die voranschreiten.“ Allerdings noch nicht genug, wie König sagt, denn letztlich gehe es darum, einen gesellschaftlichen Konsens zu erreichen, dass jeder etwas für den Klimaschutz tun könne und müsse. „Eine Stadt kann das nicht verordnen.“

„Es geht um die Gesinnung. Wir Menschen müssen verstehen, dass wir nicht mehr so weiter leben können, wie wir leben. Aber wir können es gestalten“, bringt es DT-Intendant Erich Sidler auf den Punkt.

Und so könne es gut sein, dass aus der lebendigen Info-Reihe „Klimakrise – was tun?“ durchaus auch Stücke entstehen, die auf der Bühne und – hoffentlich wieder vor Publikum – die Zuschauer mit der Klimakrise und dem eigenen Handeln konfrontiert.

Zunächst aber solle „vor allem darüber geredet werden“, wie Sidler sagt. Fragen können schon jetzt gestellt werden unter: goettingen@scientists4future.org (Thomas Kopietz)

Streaming-Reihe „Klimakrise – was tun?“

Die Reihe „Klimakrise – was tun?“ wird aus dem Großen Haus (DT1) des Deutschen Theaters Göttingen jeweils um 19.45 Uhr übertragen, geplant sind zunächst vier somit öffentliche Veranstaltungen, die auch interaktiv sein werden: dt-goettingen.de

Donnerstag, 18. März: „Klimawandel – Ursachen und Folgen – mit Prof. Dirk Notz, MPI für Meteorologie, Direktor Institut für Meereskunde, Uni Hamburg.

Donnerstag, 15. April: „Klimawandel – was kann ich tun?“ mit Prof. Maren Urner, Neurowissenschaftlerin und Medienpsychologin. Es geht auch darum wie der Klimawandel unser Verhalten beeinflusst, blockiert.

Donnerstag, 20. Mai: „Göttingen im Klimawandel – was tun wr?“. So wird auch Dinah Epperlein, verantwortlich bei der Stadt für den Göttinger Klimaplan berichten, aber auch Göttingen Zero mit seinem Bürgerbegehren.

Donnerstag, 17. Juni: Die Kandidatinnen und der Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl sprechen über ihre Pläne für Klimaschutz.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.