"on/off"-Ausstellung: Stars der Wissenschaft in der Alten Mensa

Und die schwedische Prinzessin schaut zu: Die Leiterin der Zentralen Kustodie der Universität Göttingen, Dr. Marie Luisa Allemeyer, bereitet die „on/off“-Ausstellung in der Alten Mensa vor. Foto: Kopietz

Göttingen. Die Universität Göttingen startet am Wochenende ein spannendes Projekt für die Öffentlichkeit: die Ausstellung „on/off. Vom Nobelpreis und den Grenzen der Wissenschaft“. Marie-Luisa Allemeyer, Direktorin der Zentralen Kustodie, beantwortet Fragen zu der Ausstellung in der Alten Mensa..

Worum geht es in der Ausstellung? 

Im Mittelpunkt steht der Chemie-Nobelpreisträger 2014, Stefan Hell. Der jüngste Nobelpreisträger, den Göttingen zu bieten hat. „Es ist aber keine Ausstellung über Stefan Hell, keine Heldenverehrung“, sagt Marie- Luisa Allemeyer. So geht es einerseits um das System Nobelpreis samt prunkvoller Vergabezeremonie und die Historie, aber auch um die Frage: Wie bekommt ein Forscher den Nobelpreis? Andererseits geht es um die Wissenschaft und: Welche Grenzen müssen Forschende überwinden, um erfolgreich zu sein? Im Fokus steht dabei Hells Idee, die Erfindung der bahnbrechenden STED-Mikroskopie und die Frage: Wie hat diese Erfindung mit dem Einblick in kleinste Bereiche der lebenden Zelle, die (Forscher-) Welt verändert? Gezeigt wird der Weg des – manchmal sogar frustrierten, damals noch unbekannten – Forschers Stefan Hell, der auch um die Anerkennung seiner Idee kämpfen musste.

Wofür steht der Teil des Titels „on/off“ denn eigentlich? 

„on/off“ bezieht sich auf das STED-Mikroskop und das Prinzip des An- und Abschaltens von mit Lasern zum Leuchten gebrachten einzelnen Molekülen. Hell hat damit eine bis dahin geltende Grenze überwunden.

Wo wird die Ausstellung stattfinden? 

Das ist erstmalig, dass in der Alten Mensa eine Ausstellung stattfindet. Und es ist eine Ausnahme. Die Alte Mensa ist als Tagungszentrum und Veranstaltungsort saniert worden. „So wird sie auch weiter benutzt werden.“,

Wie lange läuft die „on/off“-Ausstellung in der Alten Mensa? 

Sechs Monate, bis zum 28. Mai 2017. Dann enden die Händel-Festspiele. Die vielen Festspiele-Besucher sollen die Gelegenheit haben, die Ausstellung anzusehen. Die Ausstellung kostet keinen Eintritt.

Was will die Universität mit „on/off“ bewirken? 

„Wir wollen den Appetit der Göttinger auf das Forum Wissen anregen, das es dann hier in zwei, drei Jahren gibt“, sagt Allemeyer. Weitere Ausstellungen sollen als Pre-View, als Ausblick auf das Forum Wissen folgen.

Wie ist „on/off“ konzipiert worden? 

Die Ausstellung wurde inhaltlich von der Berliner Agentur „Die Exponauten“ um Joachim Baur mit der Zentralen Kustodie der Uni entwickelt. Die ausgesprochen moderne Inszenierung stammt von der Agentur „neo.studio“. Die Ausstellung soll in lockerer Form Interesse für das Thema Wissenschaft schaffen. Das geschieht über den Einsatz von Multi-Media in Kombination mit Exponaten – wie dem STED-Mikroskop oder die Nobelpreismedaille – sowie Erklärungen in Wort, Bild und Text; auch darüber, warum Nobelpreisträger plötzlich berühmt und zu Stars werden. Der nüchterne Saal jedenfalls ist nicht wieder zu erkennen, es gibt Einbauten mit schrägen Wänden und eine Menge ungewohnter Perspektiven auf die Wissenschaft.

• Ausstellung: „on/off“. Vom Nobelpreis zu den Grenzen der Wissenschaft“, ab Sonntag, 11. Dezember, 12 Uhr, Tagungszentrum Alte Mensa, Wilhelmsplatz. Eintritt frei. Sonst täglich 12 bis 19 Uhr außer montags.

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