Bundestagswahl 2017

Wahlkampf: Nur der Sieg zählt für „Mensch. Güntzler“

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Fahrtziel Sieg im Wahlkreis 53: CDU-Bundestagsabgeordneter und -kandidat Fritz Güntzler will am 23. September vor Thomas Oppermann (SPD) stehen. Er präsentierte jetzt seine Strategie und Werbebotschaft „Mensch. Güntzler“. Hier im „Dienstwagen“ mit den Jan Güntzler und Luisa Lensker aus dem Wahlkampfteam. 

Göttingen. Im Rennen um den Wahlkreis 53 könnte es ein Foto-Finish zwischen Thomas Oppermann (SPD) und Fritz Güntzler (CDU) geben. Letzterer stellte seine Strategie vor.

Die Prognosen deuten darauf hin. Güntzler jedenfalls hat laut dem Umfrage-Portal „election.de“ momentan die Nasenspitze vorn. Ein Prozent Vorsprung weisen die Prognostiker aus, nachdem lange Thomas Oppermann einen etwas größeren Vorsprung hatte.

Doch die Großwetterlage in Bund und Land ist gut für die CDU. Auf der Prognose-Karte von „election de“ sind viele Wahlkreise hellblau eingefärbt, sie gehen laut Prognose an die Christdemokraten. „Wir hätten aktuell 24 Direktmandate“, sagt Fritz Güntzler, der mit einem guten Platz auf der Landesliste ausgestattet ist. Allerdings würde ihm dieser angesichts des CDU-Hochs nichts nutzen: Bei so vielen gewonnenen Wahlkreisen würde die Liste nicht ziehen. Das heißt für den Sportler Güntzler: Er muss wie in einem Pokalspiel agieren: Nur der gewonnene Wahlkreis bringt ihn wieder in den Bundestag nach Berlin.

Auf Sieg spielen müsse er, sagte er am Mittwoch bei der Vorstellung seines Wahlkampf-Programms. „Ich nehme das so an.“ Was bleibt ihm auch anderes übrig als voll auf Sieg zu spielen? Und so richtet er den Wahlkampf auf die Erststimme auf. „Ich benötige auch Stimmen von Menschen, die mit der Zweitstimme nicht CDU wählen.“

Der Aufwand, den Güntzler geht, ist personell und materiell beachtlich. Drei Autos mit dem lächelnden Konterfei und dem knappen wie markanten Slogan „Mensch. Güntzler“ sind unterwegs – vor allem zu den Wählern.

Wöchentlicher Haustürwahlkampf auf dem Terminplan

Denn Güntzler will nah dran sein, das tun, was er über Jahre als Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker praktiziert, wie mit seinem Dauer-Besuchsprogramm „Fritz on Tour“. So steht im Terminkalender allwöchentlich auch „Haustürwahlkampf“. Dann verteilen Güntzler und Helfer Werbeflyer und kleine Marmeladentöpfchen. „Es ist gut, wenn man etwas zurücklässt.“

Erklärtes Ziel sei es, „möglichst viele Menschen im Wahlkreis direkt anzusprechen“, sagt Güntzler, der für Nahbarkeit und Menschlichkeit stehen will. So ragt aus dem Konzept neben der auf Fotos demonstrierten Nähe und Lockerheit – Krawattenfotos sind rar – der Slogan „Mensch. Güntzler“ heraus.

Prominente Unterstützer aus der CDU hat er jedenfalls. Zu Veranstaltungen werden auch kommen: Johanna Wanka, Volker Kauder, Bernd Althusmann, Peter Tauber, Jens Spahn (alle nach Göttingen), Rita Süssmuth (Duderstadt), David McAllister (Staufenberg), Bernd Schünemann (Hann. Münden), Mike Mohring (Bad Lauterberg).

„Thomas Oppermann hat eine viel größere Medienpräsenz, auch Jürgen Trittin“, weiß Güntzler. Er aber setzt auf Präsenz im Wahlkreis. Und die soll für ihn am Wahltag, 24. September, die entscheidenden Meter im Endspurt bringen.

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