Karton mit Beweismaterial blieb stehen

Panne der Polizei bei Razzia gegen rechte Gruppe in Staufenberg

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Die Panne bei einer Razzia wird jetzt durch die Staatsanwaltschaft Göttingen und auch polizeiintern überprüft.

Bei einer Durchsuchung im Rahmen einer Razzia gegen mutmaßliche Rechtsextremisten hat es in Staufenberg im Landkreis Göttingen eine Panne gegeben. Ein Karton mit Beweismaterial war zunächst vergessen worden.

Die Göttinger Polizei räumte den Vorfall am Freitag auf Anfrage ein: „Bei der Durchsuchung der Wohnung eines Mannes, der der rechtsextremen Szene zugeordnet wird, ist am vergangenen Dienstagmorgen in der Gemeinde Staufenberg ein Versehen passiert“, sagte eine Polizeisprecherin auf Anfrage. Ein Karton mit sichergestellten Beweismitteln blieb nach Ende der Durchsuchung unbeabsichtigt in dessen Wohnung.

„Erst nach Rückkehr auf der Dienststelle bemerkten die Beamten ihren Fehler und kehrten sofort zum Durchsuchungsobjekt zurück. Im Rahmen weiterer Ermittlungen konnten die ursprünglich sichergestellten Asservate, darunter ein Handy und andere Datenträger, letztlich wieder in polizeilichen Besitz gebracht werden“, heißt es weiter. Das Verhalten der eingesetzten Beamten wird laut Polizei durch die Staatsanwaltschaft Göttingen und auch polizeiintern überprüft.“

Die Flensburger Staatsanwaltschaft führt die Ermittlungen in dem Fall. Einsatzkräfte hatten bei der Aktion in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Brandenburg und Hessen Wohnungen durchsucht. Die zwölf Verdächtigen im Alter zwischen 19 und 57 Jahren sollen sich im Juli 2019 mit weiteren Beteiligten in Bad Segeberg zur rechtsextremen Gruppierung „Aryan Circle Germany“ zusammengeschlossen haben.

Die Gruppe hatte den Angaben zufolge Körperverletzungen und Sachbeschädigungen sowie Straftaten nach dem Waffengesetz geplant.   bsc/dpa

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