Parka, Luxuslärm und Tonbandgerät: Rock und Pop nach Unwetter

Luxuslärm: Mit deutschsprachiger Rockmusik unterhielt die Band um Frontfrau Jini Meyer die Fans am Kiessee. Foto: Kuhl

Göttingen. Der turbulente zweite Tag des Erlebnis-Turnfestes endete mit einem weiteren Konzertabend auf dem Gelände am Göttinger Kiessee. Auf dem Programm standen deutschsprachiger Rock und Pop.

Wer gleich zu Beginn da war, konnte noch den Soundcheck der Band Parka miterleben, die den Abend einleiten sollte. Eine undankbare Aufgabe, denn zum einen war der Platz vor der Bühne zu dieser Zeit – wohl auch wegen der Wetterkapriolen – noch wenig gefüllt und zum anderen musste die Band ihren Auftritt stark verkürzen. Dies, um trotz des verzögerten Beginns den Zeitplan einhalten zu können: um spätestens 23 Uhr musste der Konzertabend am Kiessee beendet sein.

Doch ließen sich die Musiker der Indie-Rock-Band um Sänger und Gitarrist Martin „Fly“ Fliegenschmidt davon in ihrer Spielfreude nicht beirren. Die deutschsprachigen Songs reichten von Balladen mit emotionalen Texten bis zu sehr tanzbaren Rocksongs, wie das zum Abschluss des Auftritts gespielte „Ich kann nicht tanzen“. Bedauerlich, dass die Jungs von Parka nach nur einer halben Stunde ihren Auftritt beenden mussten, damit die Bühne für die nächste Band vorbereitet werden konnte. Das Publikum hätte Lust auf mehr gehabt.

Mit deutschsprachiger Rockmusik brachte anschließend Luxuslärm den Boden des Konzertgeländes zum Beben. Frontfrau Jini Meyer ist eine ausgesprochen charismatische Sängerin mit einer beeindruckenden Bühnenpräsenz. Sie war unentwegt auf der Bühne unterwegs und bezog das Publikum immer wieder ein, das gerne mitklatschte, tanzte, sang.

Mitreißende Gitarrensoli

Selbst durch anfängliches Halskratzen ließ sich die hervorragende Sängernin nicht beirren: ihre Stimme war stärker. Mitreißende Gitarrensoli und gekonntes Posing fügten sich nahtlos in dieses Rockerlebnis ein. Daneben gab es ruhige Balladen, wie sie wohl nur wirklich guten Rockbands gelingen. Sogar an eine Rap-Einlage wagte sich Frontfrau Jini und zeigte damit die Vielseitigkeit von Luxuslärm. Die Band hatte an diesem Sommerabend sichtlich Spaß und freute sich gegen Ende ihres Auftritts über den Spielort am Göttinger Kiessee: „Eine wunderschöne Kulisse!“

Konzertabend mit Parka, Luxuslärm und Tonbandgerät

Weniger laut ging es zum Abschluss des Abends beim Auftritt der Hamburger Band Tonbandgerät zu. Die spielte deutschsprachige Popmusik und begeisterte nicht nur das jüngere Publikum, das sich auf dem nun gut gefüllten Gelände den Platz vor der Bühne gesichert hatte. Hervorgegangen aus einer Schülerband, sprachen die Texte von Tonbandgerät die Lebenssituation der durchgehend mitsingenden Fans an.

Das entging Sänger Ole Specht nicht: „Ihr seid sehr textsicher, wer war schon auf einem Konzert von uns?“ Als Antwort kam vielstimmiges Gejohle aus den ersten dreißig Reihen. Bei „Alles geht“, dem letzten Song des Abends, stieg Specht von der Bühne und sang direkt aus dem Publikum.

Von Harald Kuhl

Turnfest: Spaß am Tag, Gala am Abend

Foto

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.