Durch Bauarbeiten und starken Andrang

Parkplatz-Not am Klinikum: Chaos am Dienstagvormittag

Parken: Chaos am Dienstagmorgen auf der Zufahrt zum Ost-Eingang und- Parkplatzes am Uni-Klinikum. Das Ordnungsamt ließ in der Straße Am Papenberg ein Auto abschleppen, das führte zu einem Verkehrschaos. Foto: Privat/nh

Göttingen. Zur starken Behinderungen kam es am Dienstagmorgen auf der Zufahrt zum Ost-Parkplatz am Uni-Klinikum Göttingen. Zeitweise waren die Einfahrten zu den Gäste- und Mitarbeiter-Parkplätzen nicht erreichbar.

Die Mitarbeiterin, die uns die Fotos schickte ist verzweifelt und ratlos: „Das ist oft so, einen Ausweg gibt es aber nicht.“ Sie versuchte, in den – ebenfalls zugeparkten – Nebenstraßen einen Parkplatz zu ergattern.

Ohnehin herrscht dort vor den Schranken, vor allem vormittags, Gedränge, auf den Parkflächen ist oft alles zugestellt. Das führt zu Beschwerden von Gästen und Mitarbeitern führt. Die Situation sei angespannt sagt auch UMG-Sprecher Stefan Weller.

Die UMG hat zur Entspannung der Situation kürzlich am Albrecht-Thaer-Weg 140 Stellflächen für Mitarbeiter ausgewiesen. Nun stehen 1740 Parkplätze für die mehr als 7000 Mitarbeiter zur Verfügung. Für Patienten/Gäste gibt es 560 Parkplätze. 1500 nutzen nach Informationen der UMG täglich die Parkplätze.

Zurzeit verschärft sich die Lage, weil von den ähnlich frequentierten Parkplätzen an der Westseite wegen der Bauarbeiten am neuen Abwasserkanal 50 nicht nutzbar sind.

Für die Mitarbeiter sei die Situation insgesamt unerfreulich und für die Patienten „oftmals belastend“, sagt Weller.

Umso wichtiger werden die Alternativen: 300 weitere Parkplätze gibt es im Umfeld des Klinikums. Man sei im Gespräch mit Eigentümern, um diese für die UMG als zusätzliche Flächen gewinnen zu können. Involviert sei dabei die Stadt. Denn so einfach dürfen zusätzliche Parkplätze nicht geschaffen, Grünland umgewidmet oder Bäume gefällt werden. Dafür müsste Ersatz geschaffen werden. Die UMG sei dazu bereit.

Erschwerend kommt hinzu, dass durch die neue Parkregelung der Stadt im Umfeld des Klinikums Automaten aufgestellt wurden, kostenlose Parkplätze weggefallen sind. Finden Klinikum-Besucher oder -Patienten dort keinen Parkplatz, dann müssen sie in den umliegenden Straßen parken. Das ist teuer, und falls ein Nachzahlen nötig ist, aufwändig, manchmal ist das nicht zu bewerkstelligen. „Man kann aus dem Wartezimmer oder Behandlungsraum gar nicht weg“, sagt ein Patient, der namentlich nicht genannt werden möchte.

Grundsätzlich animiert die UMG ihre Mitarbeiter dazu, in Fahrgemeinschaften, mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln, so mit dem günstigen Job-Ticket, zur Arbeit zu kommen. „Das funktioniert bei vielen, für manche sei das aber unmöglich“, so Stefan Weller.

Die Klinikum-Verantwortlichen versuchen aber im Zuge des Neubaus auch die Parksituation grundsätzlich zu verbessern: Ein Parkhaus und eine Tiefgarage sind geplant. An der schwierigen Situation, so wie am Dienstagmorgen vor dem Osteingang, ändert das aber aktuell nichts.

Von Thomas Kopietz

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