Parlamentarischer Abend: Göttinger Eigentümer sollen neuen Wohnraum schaffen

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Die Führungsmannschaft von Haus und Grund: (von links) Willi Becker, Josef Engelhardt, Uwe Wittig, Christina Krebs, Dr. Dieter Hildebrandt, Daniela Henkelmann und Karsten Steimerling.

Göttingen. Die Göttinger Eigentümer-Vertretung Haus und Grund will ihre Mitglieder dazu ermuntern, mit Ideenreichtum für neuen Wohnraum in der Uni-Stadt zu sorgen. Das wurde bei einem Parlamentarischen Abend in der Alten Mensa deutlich.

Dazu hatte der Verein Haus und Grund, der etwa 2800 Eigentümer in der Uni-Stadt vertritt, Mitglieder des Rates und der Verwaltung eingeladen. Tenor des Abends: Es gibt zu wenig freien Wohnraum in Göttingen – insbesondere im bezahlbaren Segment. Es fehlen etwa 6000 Wohnungen. Gemeinsam wurde über Lösungsansätze nachgedacht.

Für Dr. Dieter Hildebrandt, dem Vorsitzenden von Haus und Grund, sind beispielsweise Aus- und Umbauten in bestehenden Häusern interessant. Dadurch seien beispielsweise neue Wohnungszuschnitte möglich.

Ratsmitglied Hans Otto Arnold (CDU) brachte bestehende Wohngebiete in das Gespräch: Er befürwortete die Idee, in diesen Bereichen mehr und größere Häuser zuzulassen.

Ratsmitglied Ulrich Holefleisch (Bündnis 90/ Die Grünen) machte deutlich, dass die Stadt auf private Investoren zur Schaffung von neuem Wohnraum angewiesen sei. Horst Roth, ebenfalls Bündnis 90/Die Grünen, umriss das Problem: Die Mietpreisbindung von sozialem Wohnraum schwinde. Zudem steige bei Klein- und Mittelverdienern der Anteil deutlich, der vom Einkommen für die Miete ausgegeben werden muss.

Haus und Grund-Chef Hildebrandt machte deutlich, dass es das Sechs-Familien-Haus als Investitionsobjekt von Privatleuten nicht mehr gebe. Stattdessen seien viele private Investoren auf Eigentumswohnungen, die sie dann vermieten, umgestiegen.

Verdichtung

Als eine weitere Möglichkeit, neuen Wohnraum zu schaffen, wurde die Umgestaltung von Gewerbeflächen zu Wohnstandorten diskutiert. Als positives Beispiel hob Helmi Behbehani (SPD) das Sartorius-Quartier in der Nordstadt hervor. Außerdem sprach sie sich für die Verdichtung von Wohngebieten aus, also den Bau von zusätzlichen Häusern in bestehenden Bereichen, aus. 

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