"Die Gans dem Liesel lassen"

Die Partei Göttingen fordert Amnestie für Weihnachtsgänse

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Aktion Amnestie für Weihnachtsgänse.

Ökologische Themen spielen auch in Parteien abseits der Grünen eine Rolle - auch Die Partei steckt nicht zurück. Der Kreisverband Göttingen fordert eine Amnestie für Weihnachtsgänse.

Eigens zu diesem Thema laden die Politiker zu einer Mahnwache am Samstag, 14. November um 11.15 Uhr am Göttinger Nabel ein. Unter dem Motto „Die Gans dem Liesel lassen“ startet Die Partei eine vorweihnachtliche, vegane Aktion, der sich vor allem die örtlichen Fleischfachhändler anschließen sollen.

Angesichts der generellen Bedeutung der Gans für die Stadt Göttingen hält es der Kreisverband „für moralisch nicht länger vertretbar, wenn Gänse zu rein kulinarischen Zwecken gemästet und vertilgt“ würden.

Partei will keine Klagelieder wie "Mein Freund die Gans ist tot"

„Wir wählen jedes Jahr ein Gänseliesel, auch als Repräsentantin für unsere Stadt. Können wir es da noch zulassen, dass wir gleichzeitig jedes Jahr in der Weihnachtszeit hunderte, wenn nicht sogar tausende Gänse töten, nur weil wir auf den traditionellen Braten nicht verzichten wollen“, fragt Pia Römer, Vorstandsmitglied für Verbandsvernetzung. 

„Die Partei Göttingen sagt hier ganz klar nein, denn wir möchten nicht, dass fortan Klagelieder wie ‘Mein Freund die Gans ist tot’ oder ‘Fuchs du hast die Gans verpasst’ im Hörfunk den Ton angeben.“

Plakette für Händler, die sich der Amnestie anschließen

Claus Hansen, Vorsitzender für Material und Finanzen ergänzt: „Wir sind nach langen und intensiven Gesprächen mit unserem Fachmann für Tier und Bier, Dr. Christian Prachar, zu dem Schluss gekommen, dass es sowohl tierfreundlicher als auch in Sachen Karma deutlich besser ist, wenn wir der Gans erlauben, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Dazu gehört für uns auch ganz klar eine generelle Amnestie für Weihnachtsgänse.“

Fleischfachhändlern und „Gans führenden Fachgeschäften“, die sich der Amnestie anschließen will die Partei die Plakette „Die Gans dem Liesel lassen. Der Braten muss warten“ verleihen. „Diese werden wir, natürlich nach vorhergehender Prüfung, entsprechend vergeben“, erklärt Tobias Speckin, Generalsekretär der Partei Göttingen.

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