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Partielle Sonnenfinsternis auch über Göttingen zu beobachten

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Von: Thomas Kopietz

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Partielle Sonnenfinsternis
fb3547ad6b497d3271cacce8c973692776ac3def.jpg © Patrick Pleul

Eine partielle Sonnenfinsternis ist am Dienstag, 25. Oktober, in der Mittagszeit in Göttingen zu sehen.

Göttingen – Eine partielle Sonnenfinsternis über der Uni-Stadt : Etwa zwei Stunden wird sich am Dienstag, 25. Oktober, der Mond vor die Sonne schieben und unseren Stern zum Teil verdecken. Dunkel wird es demnach an diesem Vormittag in Göttingen aber nicht werden.

In Göttingen beginnt die anstehende partielle Sonnenfinsternis um 11.09 Uhr und endet etwa zwei Stunden später um 13.12 Uhr. Das Maximum wird um 12.10 Uhr erreicht.

Partielle Sonnenfinsternis: Keine Dunkelheit in Göttingen, wenn sich der Mond vor die Sonne schiebt

Wer das Himmelsschauspiel nicht allein zuhause verfolgen möchte – und wenn auch nur mit geeigneter Schutzbrille – ist am Institut für Astrophysik und Geophysik der Universität Göttingen sowie am benachbarten Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) willkommen.

Während der Sonnenfinsternis können Interessierte dort unter Anleitung mit Hilfe von Sonnenteleskopen auf die Sonne blicken. Zuvor erklärt Prof. Hardi Peter in einem kurzen Vortrag, wie eine Sonnenfinsternis entsteht. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Da nur der Halbschatten des Mondes bei der anstehenden Sonnenfinsternis am Dienstag, 25. Oktober, auf die Erde trifft, wird an diesem Tag weltweit niemand in den Genuss einer komplett verdunkelten Sonne kommen. Selbst in Teilen Russlands und Kasachstans, wo die größte Bedeckung erreicht wird, beträgt sie nur etwas mehr als 80 Prozent, wie das MPS mitteilt.

In Mitteleuropa fällt das Himmelsschauspiel bescheidener aus. In Göttingen wird der Mond kaum mehr als ein Viertel der Sonnenscheibe verdecken; eine nennenswerte Verdunklung wird nicht zu bemerken sein.

Partielle Sonnenfinsternis in Göttingen: Beobachtung nur mit entsprechenden Schutzbrillen

Doch auch die nur leicht „angeknabberte“ Sonne zu beobachten, lohnt sich. Bei gutem Wetter und mit geeigneten Schutzbrillen lässt sich das Fortschreiten der Sonnenfinsternis eindrucksvoll verfolgen. Und das nächste Ereignis dieser Art wird in Deutschland erst wieder in drei Jahren zu sehen sein.

Das Programm am Nordcampus beginnt am Dienstag, 25. Oktober um 10.15 Uhr. Dann bietet Prof. Hardi Peter im Auditorium des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung am Justus-von-Liebig-Weg 3 ein kurzes „Einmaleins der Sonnenfinsternisse“.

In seinem allgemeinverständlichen Vortrag erläutert der Sonnenforscher unter anderem, wie eine Sonnenfinsternis entsteht und was es mit partiellen, totalen und ringförmigen Finsternissen auf sich hat.

Der Vortrag endet natürlich rechtzeitig, um – gewappnet mit dem neuen (oder aufgefrischten) Wissen – die Sonnenteleskope am Institut für Astrophysik und Geophysik anzusteuern. Auch am MPS gibt es Beobachtungsmöglichkeiten. Alle Teleskope sind mit geeigneten Filtern ausgestattet, so dass das Beobachten gefahrlos möglich ist. Zudem stehen Schutzbrillen vor Ort zur Verfügung.

Teile der Veranstaltung können auch im Internet verfolgt werden. Der Vortrag von Professor Peter wird als zoom-Webinar unter diesem Link angeboten; einen Link zum Live-Bild der Sonne ist rechtzeitig auf der Internetseite www.mps.mpg.de zu finden. (tko)

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