Partnerschaft für Demokratie gegen rechte Parolen

Partnerschaft für Demokratie: Mikis Rieb (von links), Landrat Bernhard Reuter und Mathis Weselmann stellen das Projekt vor. Foto: Schröter

Göttingen. Landkreis Göttingen und Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen beteiligen sich am Bundesprogramm „Demokratie leben - Aktiv gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit".

„Bei uns ist kein Platz für Rechtsextremismus“, sagt Landrat Bernhard Reuter, „Unser erklärtes Ziel ist es, Demokratie und Toleranz in unserem Landkreis zu fördern.“ Das funktioniere schon heute, meint der Landrat: Zum Beispiel in Güntersen, wo eine entschlossene Bevölkerung und klare Sprache aus der Politik „eine Instrumentalisierung von Rechts“ verhindert habe.

Zusammen mit Akteuren aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft soll in den nächsten fünf Jahren im gesamten Landkreis ein Netzwerk, eine „Partnerschaft für Demokratie“ aufgebaut werden. „Kern des Projektes ist die Bekämpfung von Rechtsextremismus durch die Stärkung von Strukturen in den betroffenen Orten“, sagt der Landrat. Koordiniert wird das Netzwerk von Politikwissenschaftler Mikis Rieb vom Amt zur Förderung von Vielfalt, Demokratie und Toleranz beim Landkreis und Mathis Weselmann von der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen. Beide sind Ansprechpartner für gesellschaftlich Engagierte, die Fragen zum Thema Rechtsradikalismus haben oder Maßnahmen gegen Rechts planen.

„Diese Maßnahmen können ganz unterschiedlich aussehen“, sagt Rieb. „Möglich wären Dorffeste für Demokratie und Toleranz, Plakataktionen oder Ähnliches.“ Finanziert wird das Netzwerk bis zum Jahr 2020 mit 20.000 Euro jährlich über das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ein Ausschuss entscheidet über die Finanzierung von Einzelaktionen.

Die erste Aktion soll eine Demokratiekonferenz am 2. Juli in der Akademie Waldschlösschen bei Reinhausen sein. Sie richtet sich an Vertreter von Vereinen, Verbänden, Behörden und Lokalpolitiker. Bei der Konferenz sollen laut Rieb lokale Problemlagen und mögliche Maßnahmen besprochen werden.

„Die Partnerschaft für Demokratie soll keine abgehobene bürokratische Maßnahme sein, sondern es soll dabei konkret etwas rumkommen“, betont Reuter. Um mit allen ins Gespräch zu kommen, „sind künftig auch zwei Demokratiekonferenzen pro Jahr geplant.“   

Kontakt: Projekt „Partnerschaft für Demokratie“, Mikis Rieb, Tel. 05 51/5 25 91 64 oder Mathis Weselmann, Tel. 05 51/4 88 64 13.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.