Auftritt des Comedians in Göttingen 

Paul Panzer und die komplexe Formel des Glücks

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Kleiner Panzer, großer Glückspilz: Comedian Paul Panzer trat mit seinem neuen Glücksritter-Programm in der Lokhalle Göttingen auf.

Göttingen. Erneut war der Comedian Paul Panzer in Göttingen. Am Samstagabend stellte er sein neues Programm „Glücksritter, vom Pech verfolgt“ in der Lokhalle vor.

Die war nicht ganz ausverkauft, was der Wirkung des Comedian-Panzers keinen Abbruch tat.

Was ist Glück? Wo kann man es finden und wo nicht? In seinem neuen Programm sucht Panzer das Glück, an seltsamen Orten, in merkwürdigen Begebenheiten und nicht zuletzt bei sich selbst.

Glück sei eine komplexe Formel mit vielen Unbekannten. Zum Beispiel die Familie, die glücklich macht. Nur ab wann, das ist die Frage.

Da ist seine Ehefrau Hilde, die schnarchend im Bett liegt, natürlich im eigenen Schlafzimmer, das mit Eierkartons zum Lärmschutz ausgekleidet ist. Hilde hat eine schreckliche Freundin namens Eugenia, die Hilde einredet, dass man Sachen kaufen muss, um glücklich zu sein, denn „Haben ist besser Brauchen“.

Oder seine beiden Kinder Susaska und Bolle im Teenager-Alter. Während Susaska ausnahmsweise mal alleine im Bett liegt, ist Sohn Bolle über Nacht gar nicht nach Hause gekommen. Das sei Glück!

Überhaupt: Generell machen Kinder glücklich, ist sich Paul Panzer sicher. Das würden zumindest die sagen, die Kinder haben. „Das ist so, als wenn du einen Splitter im Fuß hast, der ist dann einfach drin.“ Neidisch ist Panzer hingegen auf seinen nur 1,60 Meter großen Nachbarn Karl. „Der hat ein tolles Hobby. Karl hat sich im Keller seines Hauses ein Original-Cockpit einer Boeing 747 aufgebaut und fliegt damit in Echtzeit nach Australien. 27 Stunden, in denen er seine Frau nicht sehen muss. Glück!“

Mit seinen Gags bringt Panzer das Publikum fast durchgängig zum Lachen. Immer wieder geht er auf das schwierige Verhältnis zwischen Mann und Frau ein. Männer hätten nur drei Autobahnen im Kopf, bei Frauen fänden sich sogar Feldwege.

Oder das Essen, das ja auch glücklich macht – aber Männer und Frauen sollten lieber getrennt essen. Denn: Geteiltes Leid sei halbes Leid, und das macht glücklich.

Ob Paul Panzer, der mit bürgerlichem Namen Dieter Tappert heißt und 46 Jahre alt ist, nach dem Auftritt seine Tochter Susaska aus einer Diskothek – neudeutsch Club – abgeholt hat, ist nicht bekannt. Vermutlich hätte er auch Ärger mit den Türstehern bekommen, so wie er es in seiner Show erzählt. Weil er einen kleinen Türsteher „Sicherheitshalber“ nannte, standen dem gleich drei Kollegen zur Seite. (ysr)

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