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„Pedshare“: Vier Firmen setzen auf E-Bikes - Mobilitätsprojekt der Uni Göttingen

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Von: Bernd Schlegel

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Zwei junge Menschen knien hinter einem E-Bike und halten ein Smartphone in die Kamera.
Sorgen mit dem Projekt „Pedshare“ in vier Firmen für E-Mobilität: Christoph Prinz und Christine Harnischmacher von der Universität Göttingen gehören zu den Machern. So wurde eine spezielle Handy-App entwickelt. © Bernd Schlegel

Das Mobilitätsprojekt „Pedshare“ der Universität Göttingen hat bereits 60 Nutzerinnen und Nutzer in vier Firmen - mit tollen Ergebnissen.

Göttingen/Northeim – Vier Firmen aus Südniedersachsen testen seit mehr als einem Jahr, wie sie viele ihrer Fahrten mit E-Bikes machen können. Das Projekt „Pedshare“ ist zu 75 Prozent abgeschlossen. Die Ergebnisse sind beachtlich.

Inzwischen beteiligen sich fast 60 Nutzer in den vier Unternehmen an dem Projekt, gut 20 von ihnen nehmen an einem internen Wettbewerb teil. Bislang gab es mehr als 800 Fahrten, bei denen mehr als 8.000 Kilometer zurückgelegt wurden. Dadurch wurden inzwischen fast 1.800 Kilogramm Kohlendioxid eingespart.

Hinter dem Projekt steckt der Lehrstuhl für Informationsmanagement der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Uni Göttingen. Die Mitarbeiter haben eine App entwickelt, um eine bedarfsorientierte und effiziente Nutzung von E-Bikes als Teil der Unternehmenskultur zu ermöglichen. Die Smartphone-Anwendung liegt inzwischen in der vierten Version vor.

„Die Bereitschaft auf das E-Bike umsteigen, ist bei allen Teilnehmern stark gestiegen. Auch Personen, die bislang nicht oder nur selten mit dem Fahrrad unterwegs waren, nutzen die Räder“, sagt Christoph Prinz, einer der Macher des Projekts.

Ein weiteres Ziel des Projekts ist die Prüfung, ob Anreize in der App, zum Beispiel Ranking, Medaillen und Duelle, zur Steigerung der Nutzung beitragen. Ergebnis: Nur relativ wenig Nutzer interessierten diese Möglichkeiten.

Im Einsatz ist die Technik derzeit bei der HNA in Göttingen, bei der Werk-statt-Schule in Northeim und Einbeck, bei der Firma Eckold in St. Andreasberg sowie bei Hoff-Kaffeesysteme in Osterode. Einzelne Nutzer der Firmen waren besonders aktiv: So fuhr ein einzelner Nutzer mit 141 Buchungen mehr als 1219 Kilometer.

Viele Nutzer überzeugte die einfache und problemlose Nutzung der App, sowohl bei der Buchung als auch bei der praktischen Handhabung im Zusammenspiel mit dem Fahrrad.

Als absolut alltagstauglich erwies sich die eingebaute Diebstahlsicherung bei allen eingesetzten E-Bikes. Die Fahrräder melden ihre jeweilige Position über GPS über ein eingebautes Mobilfunk-Modul alle zehn Sekunden an die Projektverantwortlichen. Das hatte Erfolg: Keines der 16 Räder kam bislang weg. Das gilt auch für die teuren Akkus.

Das Anti-Diebstahl-System ist insbesondere deshalb erfolgreich, weil das Rad einen akustischen Alarm gibt, sobald es im abgeschlossenen Zustand bewegt wird.

„Es kann sich lohnen, beim Neukauf eines E-Bikes eine solche Technik einbauen zu lassen“, so die Erkenntnis von Christine Harnischmacher, die ebenfalls für das Projekt mitverantwortlich ist.

Ziel ist es, das System langfristig auf weitere Unternehmen auszuweiten. „Wir würden uns freuen, wenn sich Unternehmen melden.“

Kontakt: Christoph Prinz, Tel. 0551/39-21178, E-Mail: pedshare@uni-goettingen.de

pedshare.uni-goettingen.de. (Bernd Schlegel)

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