Votum wird Freitag überreicht

Petition Weender Tor in Göttingen hat bereits die Schallmauer erreicht

Ein Modell zeigt den geplanten Neubau am Weender Tor in Göttingen.
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Ein Modell der geplanten Gebäudesituation: Der geplante, siebengeschossige Neubau beherrscht den Stadtwall, kritisieren die Macher der Online-Petition.

Die Petition gegen das geplante siebenstöckige Bauprojekt am Weender Tor in Göttingen ist erfolgreich. Mehr als 1400 Einwohner unterstützen inzwischen die Eingabe

Göttingen - Die Petition trägt den Titel „Ein Investoren-Monstrum am Göttinger historischen Wall geht gar nicht“. Insgesamt gibt es mehr als 1800 Unterstützer dafür – sie kommen auch aus anderen Teilen Deutschlands und sogar aus dem Ausland, wie die Organisatoren mitteilen.

Noch bis zum 20. Dezember können sich Interessierte beteiligen. Mehr als 600 Unterstützer haben Kommentare zu dem Projekt abgegeben, Bereits während der Ratssitzung am Freitag, 17. Dezember, sollen die digitalen Unterschriften an die städtischen Gremien überreicht werden.

Hansjochen Schwieger, einer der Organisatoren der Online-Aktion, freut sich über den Erfolg; „Recht muss Recht bleiben: Jeder Bürger dieser Stadt hat sich in seinen Bauabsichten und Planungen nach dem jeweiligen Bebauungsplan zu richten.“ Dieser sei im Bereich Weender Tor-West seit Juni 2019 rechtskräftig und sehe dort im Wesentlichen eine zwei- oder dreigeschossige, kleinteilige Bebauung vor. Nur im östlichen Bereich sei eine viergeschossige Bebauung möglich.

„Keinesfalls aber, wie von der Investorengruppe geplant, ein 40 Meter langer Koloss, der bis zu sieben Geschosse in die Höhe geht. Das zerstört den Maßstab der Stadt an dieser historischen Wallanlage“, sagt Schwieger, der gemeinsam mit Renate Willenbrock-Heier und Karola Schefft die Petition vorantreibt.

Das Innenstadtleitbild ist laut Schwieger gemeinsam in Bürgerforen entwickelt worden und gibt den Willen der Bürger wieder. Schwieger: „Das muss immer in Erinnerung gerufen werden, wenn Investoren nach Göttingen kommen.“

Aus Sicht von Schwieger müsste besonders die Stadtentwicklung so nachhaltig sein, dass sich auch nach 30 oder 50 Jahren noch viele Bürger an den Bauten erfreuen könnten. Die Petition ist unter zu.hna.de/tor1021 im Internet zu finden.

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