Mehr Digital-Spezialisten

PFH bietet ab Oktober dualen Wirtschaftsinformatik-Studiengang an

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Wirtschaftsinformatik an der Privaten Fachhochschule Göttingen: Mit dem neuen dualen Bachelor-Studiengang verbinden Firmen und Hochschule große Hoffnungen im Kampf gegen den Fachkräftemangel, von links: Prof: Dr. Hubert Schüle, Andreas Redeker (GWG), Dr. Martina Städtler-Schumann (Prof. Schumann GmbH), Daniel Gerlach (Blackbit digital Commerce), Stefanie Senhen (Ottobock), Yvonne Knaak-Schweiß (KWS Saat) und PFH-Präsident Frank Albe.

Namhafte Firmen der Region und die Private Fachhochschule Göttingen (PFH) bieten ab dem Wintersemester 2019/20 den neuen dualen Bachelor-Studiengang Wirtschaftsinformatik an.

Damit wollen die Partner dem Fachkräftemangel im Bereich der Digitalisierung entgegenwirken.

Geplant sind zunächst bis zu 20 Studienplätze, besetzt sind schon zehn. Das Duderstädter Unternehmen Ottobock plant, vier Stellen zu besetzen. „Wir haben im IT-Sektor rund 30 Stellen mit Schwerpunkt in Duderstadt zu besetzen“, benennt Ottobock-Ausbildungsleiterin Stefanie Senhen den großen Bedarf des weltweit tätigen Unternehmens.

Das etwa 130 Mitarbeiter starke Software-Unternehmen Prof. Schumann GmbH in Göttingen möchte zwei junge Mitarbeiter in den Studiengang schicken. Geschäftsführerin Dr. Martina Städtler-Schumann verbindet mit der dualen Ausbildung auch die Hoffnung, dass der selbst ausgebildete Nachwuchs in der Region gehalten werden kann.

Die Einbecker Saatgutproduzent KWS möchte in Zukunft zwei Ausbildungsstelle für Wirtschaftsinformatik in Kooperation mit der Göttinger Hochschule schaffen, sagte KWS-Mitarbeitern Yvonne Knaak-Schweiß. Ein angehender Wirtschaftsinformatiker durchlaufe bereits seine Ausbildung in Zusammenarbeit mit der Hochschule Weserbergland in Hameln.

Weitere Partner sind zunächst die Firmen Blackbit digital commerce (Göttingen), Poco Einrichtungsmärke (Hardegsen), Sycor (Göttingen) und Thimm (Northeim). Weitere sollen folgen.

Die kooperierenden Unternehmen zahlen die Studiengebühren und eine Ausbildungsvergütung. Ottobock erwartet beispielsweise nach Abschluss des auf drei Jahres angelegten Studiums mit seinem Wechsel von Studien- und Praxisphasen, dass die Studenten wenigstens drei Jahre im Unternehmen bleiben.

Prof. Dr. Hubert Schüle, der an der PFH Wirtschaftsinformatik und E-Business unterrichtet, sieht gute Perspektiven für die Absolventen: „Digitalisierungs-Know-How ist eine Schlüsselqualifikation für beruflichen Erfolg des Einzelnen und den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen. Das wird noch weiter zunehmen.“

Die Geschäftsführerin der Göttinger Wirtschaftsförderungsgesellschaft GWG, Ursula Haufe, nannte den neuen Ausbildungsgang der PFH „großartig“ und lobte die schnelle Umsetzung, nach dem Mitglieder des IT-Innovationsclusters Göttingen/Südniedersachsen im Herbst vergangenen Jahres die Schaffung eines solches Angebots angestoßen hatten.

Weitere Informationen: pfh.de/wiinf-dual 

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