Pflanzaktion: 300 neue Bäume für Göttingen

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Ein weiterer Baum gepflanzt: Günter Kobold (Baubetriebshof, 2.v.l.) begutachtet mit Birte Resow (l.) und Thomas Strümper (Bildmitte) vom Fachdienst Grünflächen eine junge Eiche.

Göttingen. 25 neue Bäume haben Mitarbeiter des Baubetriebshofes auf dem Göttinger Bartholomäusfriedhof gepflanzt. Eine von vielen Aktionen dieser Art, die derzeit im Stadtgebiet erfolgen.

Etwa 300 Bäume sollen den Bestand im Stadtgebiet auffüllen und die im vergangenen Jahr gefällten Bäume ersetzen. „Im vergangenen Jahr mussten wir über 200 Bäume fällen, so viele sind es sonst nicht. Vor allem Eschen haben derzeit Probleme mit dem Klima und erkranken häufiger als üblich“, erklärt Thomas Strümper vom Fachdienst Grünflächen der Stadt Göttingen.

Aufgrund des guten Wetters der vergangenen Wochen könnten die Arbeiten dieses Jahr recht zügig umgesetzt werden, ergänzt Strümper. Ein Teil der Bäume wird im Auftrag der Stadt von privaten Unternehmen gepflanzt, damit das erhöhte Arbeitspensum bewältigt werden kann.

Die Mitarbeiter des Fachdienstes Grünflächen mussten bei der Auswahl der Orte und Baumsorten verschiedene Vorgaben beachten. Auf dem Bartholomäusfriedhof etwa soll es nach den Baumfällungen des vergangenen Jahres wieder schattiger werden. Die neuen Zerr-Eichen und Zuckerahorn-Bäume sollen sich sowohl in das Gesamtbild einpassen als auch den Friedhof im Herbst bunter machen. Anderenorts werden Baumbestände an Alleen ergänzt.

Die neu gepflanzten Bäume bedürfen in den nächsten Jahren intensiver Pflege: „Drei Jahre lang müssen die etwa zwölf Jahre alten Bäume regelmäßig gegossen werden. Die Stützbalken werden in zwei Jahren entfernt, wenn die Bäume angewachsen sind“, sagt Strümper.

Weiße Spezialfarbe

Die weiße Spezialfarbe, mit der die Bäume vor starkem Sonnenlicht und Verdunstung geschützt werden, verblasse innerhalb einiger Jahre. Danach seien weitere 20 Jahre der Pflege notwendig, um den Baum in die gewünschte Form zu bringen. Die Kosten für die Pflanzungen und die anschließenden Pflegemaßnahmen belaufen sich auf rund 100 000 Euro.

Besonderen Wert haben die zuständigen Planer auf die Artenvielfalt gelegt. Das hat einen ganz einfachen Grund: „Wenn etwa eine Allee nur mit Eschen bepflanzt ist und diese erkranken, müssen wir plötzlich die ganze Allee fällen. Pflanzen wir aber verschiedene Baumsorten, können wir dieses Risiko reduzieren“, erläutert Birte Resow, ebenfalls vom Fachdienst Grünflächen.

Zusätzlich zum Ersatz für gefällte Bäume werden Ausgleichsflächen, etwa für Bauprojekte, bepflanzt. Solche Ausgleichsflächen zu finden, sei im Stadtgebiet allerdings schwierig, erklärt Strümper. Deshalb müsse man oft in die Randgebiete der Stadt ausweichen.

Umso mehr achte man auf den Erhalt und die Pflege der bestehenden Grünflächen in der Stadt. „Vielen Bürgerinnen und Bürgern sind die grünen Oasen in ihrer Nachbarschaft wichtig“, weiß Strümper. (nh)

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