Physik-Olympiade am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Göttingen

Physik-Asse im Wettbewerb

Mit Spaß dabei: Der 17-jährige Fabian Dickhardt vom Felix-Klein-Gymnasium (hier vorn sitzend mit den beiden Organisatoren Dr. Stefan Petersen, links, und Dr. Oliver Boghun) hatte sich als einziger Göttinger für den ersten Teil des Bundesentscheids zur Physik-Olympiade qualifiziert. Foto: Schröter

Göttingen. Zum siebten Mal kamen Deutschlands beste Physikschülerinnen und -schüler zur Ausscheidungsrunde für die Internationale Physik-Olympiade am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göttingen zusammen, um ihr Können bei anspruchsvollen Aufgaben unter Beweis zu stellen.

„Physik ist einfach spannend“, schwärmt Fabian Dickhardt. „Es geht um universelle Gesetze, es hat aber auch etwas Spielerisches.“ Der Zwölftklässler des Göttinger Felix-Klein-Gymnasiums weiß, wovon er spricht. Er ist eines von 50 Ausnahmetalenten, die sich für den sechstägigen Vorentscheid der internationalen Physik-Olympiade qualifiziert hatten. Die 15 Bestplatzierten treten im April gegeneinander an, um fünf Teilnehmer zu ermitteln, die Deutschland im Juli auf der 47. Internationalen Physik-Olympiade in Zürich vertreten.

Bundesweit hatten sich 650 Schüler im Alter zwischen 15 und 19 Jahren für den Wettbewerb beworben und an ihren Schulen an Vorentscheiden teilgenommen. In Göttingen trafen die Besten direkt aufeinander und mussten ihre Fähigkeiten in theoretischen und experimentellen Klausuren unter Beweis stellen. Die Aufgaben und Experimente wurden von einem Team aus Wissenschaftlern und Mitarbeitern des DLR sowie der Wettbewerbsleitung des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) an der Universität Kiel in enger Zusammenarbeit mit ehemaligen Teilnehmern erstellt. Neben den Klausuren bekamen die Kandidaten Seminare, Exkursionen und Einblicke in die Forschungsarbeit am DLR Göttingen geboten.

„Mindestens ebenso wichtig wie der eigentliche Wettbewerb ist das Aufeinandertreffen mit Gleichgesinnten und der rege Austausch untereinander“, betont Dr. Oliver Boguhn, Leiter des DLR School Lab.

„Die Physik-Olympiade fördert die Interessen und Kenntnisse besonders begabter Schüler und bietet ihnen frühzeitig die Möglichkeit, auf nationaler und internationaler Ebene fachliche Kontakte zu knüpfen“, meint der für den Auswahlwettbewerb Verantwortliche Dr. Stefan Petersen vom IPN in Kiel. Bei den internationalen Wettbewerben sei Deutschland bislang immer ganz gut dabei gewesen. „Im vergangenen Jahr in Indien haben wir dreimal Silber und zweimal Bronze geholt und als Team von über 80 teilnehmenden Ländern immerhin Platz 18 belegt.“

Ob es Fabian Dickhardt beim Göttinger Vorentscheid eine Runde weiter schafft, ist für den 17-Jährigen gar nicht so entscheidend. „Wenn ich das unbedingt wollte, würde ich mich viel zu sehr selbst unter Druck setzen“, sagt er. Im sei es vielmehr darum gegangen, eine neue Erfahrung zu machen. „Und das habe ich in den vergangene Tagen definitiv.“ (per)

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