Gemeinsame Impfaktion

Pikser für Studierende in der Göttinger Mensa am Turm

Freut sich über die vielen impfwilligen, jungen Menschen: Notfallsanitäterin Claudia Heldamm bei Setzen der Spritze.
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Freut sich über die vielen impfwilligen, jungen Menschen: Notfallsanitäterin Claudia Heldamm bei Setzen der Spritze.

350 Studierende und Universitätsbeschäftigte lassen sich in dieser Woche in der Mensa am Turm gegen Corona mit Biontech impfen. In der kommenden Woche wollen weitere 300 Personen das Impfangebot von Stadt und Hochschule nutzen.

Göttingen – „Ich bin ganz erfreut über die vielen jungen Menschen, die zu uns kommen“, sagt Notfallsanitäterin Claudia Heldmann vom vierköpfigen, mobilen Impfteam des Impfzentrums Siekhöhe. Impfen sei „der einzige Weg aus der Pandemie heraus“. Sie wolle den Studierenden helfen, wieder ein „halbwegs normales Leben“ führen zu können, erklärt sie und zieht die nächste Spritze auf.

Ist im Herbst eine dritte Dosis notwendig? Wann kann ich wieder Sport treiben und Alkohol trinken? Das wollen Studierende von Dr. Jürgen Täger wissen, der mit den Impfwilligen das ärztliche Aufklärungsgespräch führt. „Bei jungen Menschen reichen wahrscheinlich zwei Biontech-Dosen“, erläutert der Hann. Mündener Gynäkologe, der seit drei Jahren im Ruhestand ist. Ein Bier könne sofort getrunken werden. Mit dem Sport sollten sich insbesondere junge Männer ein paar Tage zurückhalten.

„Ich habe mich von meinem Hausarzt bereits vor fast zwei Monaten auf die Warteliste setzen lassen, bisher aber keinen Termin erhalten“, klagt Student Dennis Hilsendeger. Umso erfreuter ist er über das Angebot der Universität, das er per E-Mail bekam. Vor sechs Wochen hat sich Studentin Katja Sonntag auf dem Impfportal der Stadt regisiert. Montag erhielt sie ein Angebot für Freitag, hat da aber keine Zeit. Auf der Internetseite der Hochschule konnte sie sich dagegen selbst einen Termin zwischen 9 und 16 Uhr aussuchen.

„Meine Freunde und Bekannte sind bereits alle vom Hausarzt oder in ihrem Verein geimpft worden“, erzählt Student Michele Kellermann. Er sei froh, nun endlich auch an die Reihe zu kommen. Corona habe ihm das Leben schwer gemacht – im vergangenen Jahr das Abitur und dann im Herbst den Studienanfang. „Im ersten Semester waren alle Vorlesungen und Seminare online.“ Impfen lasse er sich nicht nur, um bei einer Ansteckung einen schweren Verlauf zu vermeiden. Er wolle auch die Schwachen und Kranken schützen.

Beantwortet Studierenden und den Unibeschäftigten alle Fragen zur Impfung mit dem Biontech-Vakzin: Mediziner Dr. Jürgen Täger.

Studierende waren in den vom Bund vorgegebenen priorisierten Gruppen zunächst nicht genannt; eine Impfaktion vor Wegfall der Priorisierung war daher nicht möglich.

„Wenn wir ausreichend Impfstoff bekommen, können wir auch in der übernächsten Woche weitermachen“, kündigt Uni-Sicherheitsfachkraft Marion Wolter an. Sie ist für die Terminkoordination zuständig. Vier andere Uni-Mmitarbeiter kümmen sich um den Einlass und die Nachbeobachtung. Das Studentenwerk Göttingen hat die derzeit aufgrund von Corona gesperrte Mensa zur Verfügung gestellt.

Mitte Juni wurden etwa 1500 Uni-Beschäftige an der Siekhöhe geimpft. Christian Schmetz, Erster Stadtrat und als Dezernent für das Göttinger Impfzentrum Siekhöhe verantwortlich, lobt das gute Zusammenspiel. „Einmal mehr zeigt sich hier, wie eng und kooperativ Stadt und Uni zusammenarbeiten und gemeinsam im Sinn der Menschen in Göttingen handeln.“

„Für dieses Angebot an die Mitglieder der Universität sind wir der Stadt und dem Impfzentrum sehr dankbar“,  tko/zmc

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