Pitti, Schnatterinchen & Co.: DDR-Spielzeug kommt wieder zu Ehren

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DDR-Spielzeug bei der Göttinger Modellbörse: Das Foto zeigt (von links) Pittiplatsch, Schnatterinchen und das Sandmännchen zusammen mit einem Modell-Lastwagen.

Göttingen. Spielzeug aus der DDR steht im Mittelpunkt der nächsten Göttinger Modellbörse. Sie findet am Sonntag, 25. Oktober, von 10 bis 16 Uhr in der Festhalle in Weende statt.

Nach fast 40 Jahren DDR war am 3. Oktober 1990 offiziell Schluss mit dem Arbeiter- und Bauernstaat. Inzwischen sind 25 Jahren vergangen und nur die Älteren können sich an das zuletzt meist triste Angebot der ostdeutschen Spielwarenindustrie erinnern. Das war aber nicht immer so: In den Anfangsjahren war die DDR-Spielzeugindustrie ähnlich innovativ wie westliche Anbieter.

Da der Staat dringend Devisen benötigte, produzierte und exportierte man sogar Auto- und Eisenbahnmodelle des Klassenfeindes. So gelangte DDR-Spielzeug häufig günstig über Versandhändler via Katalogangebote in westdeutsche Haushalte. Manche DDR-Besucher gaben ihre Ostmark aus dem Zwangsumtausch in den eher tristen Spielzeuggeschäften aus und erinnern sich sicher an den typischen Geruch oder erhielten Ost-Modelle von der Ost-Verwandtschaft oder -Bekanntschaft im Päckchen. Einige der ausgestellten Modelle weisen noch heute diesen unverkennbaren und intensiven Geruch auf.

Während der Börse in der Festhalle Weende, Ernst-Fahlbusch-Straße 20, werden interessante Modelle der ostdeutschen Spielzeugindustrie, von einfachen „Plasteautos“ bis zu anspruchsvollen Modellbahnen und Bausätzen, zu sehen sein. Wie immer können Besucher für mitgebrachtes altes Modell-Spielzeug eine unverbindliche und kostenlose Schätzung des Wertes bekommen und möglicherweise auch einen Käufer finden.

Der Besuch der Ausstellung selbst ist kostenlos. Der Eintritt zur Börse kostet für Besucher ab 14 Jahre drei Euro.

Modellbörse mit Kinderspielzeug aus der DDR

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