Derzeit gute Auslastung

Plädoyer für die Zukunft der Göttinger Lokhalle

Die Göttinger Lokhalle von oben: Die GWG fordert eine Entwicklungsperspektive für das Umfeld. Archivfoto: Mehle/nh

Göttingen. Ein Plädoyer für die Göttinger Lokhalle hielt Ursula Haufe, Chefin der städtischen Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung (GWG), am Donnerstag bei der Sitzung des Bauausschusses.

Die Geschäftsführerin der Lokhallen-Betreibergesellschaft wünscht sich, dass es für die Entwicklung der Lokhalle und ihres Umfeldes endlich eine klare Perspektive gibt. Deshalb wird im Ausschuss nun überlegt, einen Bebauungsplan für den Bereich südlich der Lokhalle bis zur Kasseler Landstraße aufzulegen, in dem Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt werden können.

Derzeit sei die GWG mit der Auslastung der Lokhalle richtig zufrieden. Haufe spricht von einer Wertschöpfung von jährlich etwa 24 Millionen Euro durch die Veranstaltungshalle. Im vergangenen Jahr sei zudem ein noch höherer Wert erzielt worden.

Gleichzeitig sieht sie dunkle Wolken am Horizont: „Wenn sich die Entwicklung für die Lokhalle nicht abzeichnet, dann müssen wir Göttingen den Rücken kehren“, berichtete Haufe von Gesprächen mit Veranstaltern mit Blick auf das Lokhallen-Umfeld.

Haufe schilderte den Ausschussmitgliedern eindringlich ihre Probleme: Die Lokhalle habe treue Kunden, die etwa dutzend Mal im Jahr für ein volles Haus in der Veranstaltung sorgen.

Sie hatten sich mit ihren Anliegen inzwischen direkt an die Stadt gewandt, sagte Haufe: So beklagen die Veranstalter beispielsweise Parkplatzprobleme. Deshalb ist die GWG froh, dass ihr inzwischen die Parkplätze am Schützenplatz zugeordnet wurden. Weiterhin ist die Anlieferung mit Lastwagen zur Lokhalle bei Großveranstaltungen problematisch. Auch dies soll verbessert werden.

Übernachtungsmöglichkeiten

Außerdem fordern die Veranstalter Übernachtungsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe der Lokhalle. Das soll durch den Bau eines 144-Zimmer-Hotels im günstigen Segment südlich der Lokhalle realisiert werden.

Als Konkurrent zu Göttingen tritt laut Haufe Fulda auf. Dort gibt es ebenfalls in Bahnhofsnähe, ebenfalls ICE-Halt, ein Kongresszentrum – und deutlich mehr Hotelkapazitäten in direkter Nachbarschaft als in Göttingen.

www.lokhalle.de

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