Zwei Programm pro Halbjahr bieten mehr Flexibilität

Plakate, Löwen und Peymann: Vieles neu beim Literarischen „Z“ in Göttingen

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Werben für aufgefrischtes Literarisches Zentrum: von links Geschäftsführerin Anja Johannsen, Mara Becker (Volontärin), stellvertredende Geschäftsführerin Gesa Husemann, Anika Tasche, Alexander Giefers und Hanna Vestor (alle Volontäre).

Göttingen. Aus einem mach zwei: Das Literarische Zentrum hat Teil eins des Frühjahr-Sommer-Programms vorgestellt. Teil zwei wird in einigen Wochen präsentiert.

Mit dem neuen Turnus will das Literarische Zentrum auch aktueller sein und schneller zuschnappen können, wenn tolle Autoren kurzfristig für Lesungen zu bekommen sind.

„Wir wollen weg vom starren Halbjahresprogramm“, sagt Geschäftsführerin Anja Johannsen. Gesagt, getan.

Ebenso wie beim mittlerweile schon erprobten Zusammenspiel mit dem Literaturherbst. Nicht nur weil Gesa Husemann programmatisch für beide Göttinger Institutionen arbeitet, sprich Programm macht. Teil 1 im Lit-Zentrum gilt nun bis zum 29. April, dann wird nachgelegt.

Literarisches Zentrum Göttingen: Gesa Husemann und Anja Johannsen (Geschäftsdführerin) stellen das neue Frühjahrsprogramm und neue Plakate vor.

Ortswechsel

Los geht es mit einem Frühstart und einem großen Namen, der schon – zum Glück fürs „Literarische“ – zu einem Wechsel an einen besonderen Ort für die Veranstaltung zwingt: Am Freitag, 2. März, kommt Navid Kermani in die Johanniskirche. Kermani ist aus Köln über das Baltikum und den Kaukasus bis zum Geburtsort seiner Eltern nach Isfahan im Iran gereist – und hat das Buch „Entlang der Gräben“ geschrieben – über eine Reise zwischen Kulturen, Verwüstungen und innerer Zerrissenheit. Er spricht mit dem Göttinger Literaturwissenschaftler Heinrich Detering, Musik macht Mariana Sadovska.

Kombi: Buch und Film

Karl Marx würde 2018 runde 200. Anlass für viele neue Bücher über Marx. Thomas Steinfeld kommt mit seinem außergewöhnlichen Buch „Der Herr der Gespenster“ am Freitag, 9. März, ins Literarische Zentrum. Ein Buch über die Fortschreibung des von Marx kritisierten Kapitalismus. Obendrein gibt es an diesem Abend eine Kombi-Veranstaltung, denn es wird auch eine Filmpremiere geben: Gezeigt wird – nach der Lesung – die Arte-Produktion „Karl Marx und die Marxisten“.

Neue Reihe „Love it...

or leave it“, so heißt die neue Reihe im Literarischen Zentrum. Um die Liebe in Vergangenheit und Gegenwart sowie die Norm der Monogamie. Fragen werfen Patricia Hempel und Angela Steidele auf. Sie sprechen mit Marie Schmidt von der „Zeit“, am Dienstag, 13. März,ab 20 Uhr.

Großer Theater-Name

Claus Peymann ist ein Großer in der deutschen Theaterlandschaft. Und er hat eine Göttinger Vergangenheit: Der Regisseur hatte eine seiner ersten Arbeiten im Jungen Theater (JT). Dorthin kommt er am Sonntag, 8. April, zurück, um für Literarisches Zentrum, Literaturherbst und JT aus „Holzfällen. Eine Erregung“ von Thomas Bernhard zu lesen und mit JT-Intendant Nico Dietrich zu sprechen.

Geschichten vom Löwen

Literatur macht Schule heißt das besonders wertvolle wie erfolgreiche Lit-Zentrum-Programm, das am 19. April, 16.30 Uhr, Martin Baldscheitund seine genialen Löwengeschichtenins Junge Theater. Das JT wird auch das „Löwenlied“ zum Einstimmen Spielen. Für Leser/Zuhörer ab 6!

Dschihad-Kämpfer

Der Terrorismusexperte und Roman-Autor Yassin Musharbash liest am Montag, 23. April, aus seinem wohl-recherchierten Politthriller „Jenseits“ über Dschihadisten in Syrien Gent Sassenthin.

Komplett-Programm

Mehr Literatur und Themen gibt es im kompletten Programm. Infos und Vorverkauf: www.literarisches-zentrum.de. Teil 2 des Programms wird Ende April vorgestellt.

Mehr Neues

Apropos: Neu sind auch die Programmflyer und die auffälligen Literaturherbst-Plakate. Die werben nicht mehr mit dem Komplettprogramm, sondern auch mit plakativen Wortsammlungen: „sprechen, dichten, scheiben, teilen“.

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