Rohbau für neues Forschungsgebäude ist fertig

Plasma als Wirtschaftsmotor für die Region

Der Rohbau steht: Dekanin Prof. Andrea Koch (von links), Prof. Wolfgang Viöl, Dr. Marc Hudy und Wissenschaftsminister Björn Thümler vor dem künftigen Forschungsgebäude für angewandte Plasma- und Laser-Medizintechnik.
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Der Rohbau steht: Dekanin Prof. Andrea Koch (von links), Prof. Wolfgang Viöl, Dr. Marc Hudy und Wissenschaftsminister Björn Thümler vor dem künftigen Forschungsgebäude für angewandte Plasma- und Laser-Medizintechnik.

Das Bauprojekt für das Forschungsgebäude der angewandten Plasma- und Laser-Medizintechnik der Göttinger Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst geht in die entscheidende Bauphase.

Göttingen – Gleich doppelten Grund zum Feiern gab es an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Göttingen. Mit dem Einlassen der traditionellen Zeitkapsel in den Boden des Rohbaus ging das neue Forschungsgebäude für angewandte Plasma- und Laser-Medizintechnik in die entscheidende Bauphase.

Gleichzeitig überbrachte Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) einen Förderbescheid über 500.000 Euro für das Projekt „Plasma für Life“.

In dem neuen Gebäude an der Von-Ossietzky-Straße auf den Zietenterrassen investiert die HAWK, die neben Göttingen auch Standorte in Hildesheim und Holzminden hat, etwa sechs Millionen Euro.

Nach der Inbetriebnahme im Herbst 2021 wird dort angewandte Forschung im fachübergreifenden Bereich der Medizintechnik mit der Atmosphärendruck-Plasmatechnologie sowie der Lasertechnologie stattfinden. „Die Schwerpunkte liegen dabei auf den vier Bereichen Plasma-Medizintechnik, Laser-Medizintechnik, Funktionale biokompatible Beschichtungen und Hygiene“, sagte Prof. Wolfgang Viöl, HAWK-Vizepräsident für Forschung und Transfer. Zudem werde in das Gebäude ein neuer Hörsaal integriert.

Vorführung: Prof. Wolfgang Viöl (rechts) stellte Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler ein an der HAWK entwickeltes Kaltplasmagerät aus dem Bereich der Medizintechnik vor.

„Die Partnerschaft Plasma for Life als Schnittstelle zwischen der stark wachsenden Zahl an Partnerunternehmen aus dem Vor- und Zulieferbereich der Gesundheitswirtschaft und der HAWK-Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit ist die strategische Keimzelle für eine erfolgreiche Forschung und Entwicklung in diesem Bereich“, machte Viöl deutlich. „Und der Forschungsbau gibt uns dem Raum dafür.“

„Dieser Neubau und die Plasma-Forschungsarbeit sind ein echtes Leuchtturmprojekt“, betonte Wissenschaftsminister Thümler und nannte das Vorhaben „ein Musterbeispiel für innovativen Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft“.

Damit werde ein neuer Impuls in der Region Südniedersachsen gesetzt, mit dem das hervorragende Netzwerk der HAWK mit Hightech-Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen in diesem wichtigen Zukunftsfeld weiter gestärkt werden könne. Zur Stärkung eben dieses Netzwerkes sollen auch die Unterstützung aus dem Förderbescheid genutzt werden, den Thümler überreichte. „Plasma for Life“ hat ein Gesamtfinanzvolumen von rund 13 Millionen Euro für acht Jahre.

„Die massive Unterstützung des Landes in diesem innovativen Forschungs- und Entwicklungssektor kommt nicht nur der HAWK zugute, die auf dem Gebiet der Plasma-Forschung und der Medizintechnik nicht nur in der Region, sondern auch im nationalen und internationalen Kontext anerkannte Ergebnisse vorweist“, betonte HAWK-Präsident Dr. Marc Hudy.

Auch die regionale Wirtschaft profitiere sowohl im Bereich der technischen Entwicklungen als auch von den Fachkräften, die an der Hochschule ihr Studium absolvieren. Hudy dankte dem Land Niedersachsen „für die Unterstützung nicht nur in dieser Zeit der Corona-Pandemie“. Die Förderung sei „ein Riesenschritt“ für die HAWK. (Von Per Schröter)

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