Deutscher Wetterdienst spricht von bundesweitem Rekord

Plus 41,9 Grad in einer Woche

Blick auf den Göttinger Kiessee
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Blick auf den Göttinger Kiessee: Auf dem Luftbild vom Wochenende sind die großen Temperaturunterschiede gut auszumachen. Während das Rest-Eis bizarre Muster bildet, tummeln sich schon erste Sonnenhungrige an dem Gewässer.

Einen bundesweiten Wetterrekord gab es in der Universitätsstadt im Februar. Das berichtete der Deutsche Wetterdienst (DWD).

Göttingen – Demnach lag der Unterschied zwischen der niedrigsten und höchsten Temperatur innerhalb einer Woche bei unglaublichen 41,9 Grad. Während es am Valentinstag, dem 14. Februar, während der Kältewelle eine Tiefsttemperatur von minus 23,8 Grad Celsius gab, lag sie eine Woche später, am 21. Februar, bei plus 18,1 Grad. Damit schlägt Göttingen den bisherigen Rekord aus dem Jahr 1880 um 0,8 Grad, als es in Jena im Mai einen Temperaturunterschied von 41,1 Grad gab. Hier lag die niedrige Temperatur am 20. Mai jedoch nur bei minus 5,1 Grad, die höchste sieben Tage später bei plus 36 Grad Celsius.

Auf einem Luftbild vom Sonntag sind die Temperaturunterschiede gut auszumachen: Während das Rest-Eis auf dem Kiessee in Göttingen bizarre Muster bildeten, lagen auf der Wiese bereits viele Sonnenhungrige und genießen die frühlingshaften Temperaturen. Die milden Temperaturen sollen noch bis Donnerstag bestehen bleiben, danach wird es wechselhafter. Und wer weiß: Vielleicht wird es im März ja noch einmal so richtig kalt.

Vielen Menschen machen solche Temperaturunterschiede natürlich heftig zu schaffen. Es kann Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme oder Depressionen verursachen – bei chronisch Kranken könnte so ein Umschwung sogar zu Schlaganfällen führen, heißt es auf einer Gesundheitsseite der Frankfurter Rundschau.

Zum Thema Wetterfühligkeit gibt es auch eine Untersuchung des Demoskopie-Instituts Allensbach, die vom Deutschen Wetterdienst im Auftrag gegeben wurde. Nach der repräsentativen Studie mit mehr als 1600 Teilnehmern waren 50 Prozent der Befragten der Meinung, dass das Wetter auf ihre Gesundheit viel oder zumindest etwas Einfluss hat.

Die häufigsten Symptome bei diesen wetterfühligen Befragten waren: Kopfschmerzen und Migräne (59 Prozent), Müdigkeit (55 Prozent), Abgeschlagenheit (49 Prozent), Gelenkschmerzen (42 Prozent) und Schlafstörungen (40 Prozent). Immerhin 29 Prozent der Wetterfühligen waren im Jahr vor der Untersuchung mindestens einmal nicht in der Lage, ihrer normalen Tätigkeit nachzugehen. (Stefan Rampfel Und Bernd Schlegel)

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