Der Pluto ist der Schlusspunkt des Göttinger Planetenweges

Das Ende des Göttinger Planetenwegs: Prof. Dr. Sami Solanki (Direktor des MPS), Künstler Dr. Reinhold Wittig, Stadträtin Dr. Dagmar Schlapeit-Beck und Dr. Klaus Reinsch bei der offiziellen Enthüllung des Pluto-Tafel. Fotos: Geier

Göttingen. Das Ende des Göttinger Planetenweges ist erreicht. Eine Tafel an der Wand des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) weist auf den Zwergplaneten am Rande unseres Sonnensystems hin.

Seit der Göttinger Planetenweg vor zwölf Jahren eröffnet wurde ist viel passiert. Pluto, der Himmelskörper am Rande unseres Sonnensystems, dem die Endstation des Wanderweges gewidmet ist, wurde inzwischen degradiert – aus dem Planeten wurde ein Zwergplanet.

Trotzdem: Augenblicklich hat Pluto wieder an Bedeutung gewonnen: Vor wenigen Tagen wurden im Fernsehen Bilder des Zwergplaneten, aufgenommen von der amerikanischen Raumsonde New Horizons, übertragen.

„Der Zeitpunkt zur Enthüllung an der Fassade dieses bedeutenden Gebäudes hätte nicht besser gewählt sein können“, sagte Dr. Klaus Reinsch im Namen des Förderkreis Planetarium Göttingen bei der Enthüllung.

Seit 2003 sind die mannshohen Bronzetafeln des Planetenwegs, von denen jede einem Planeten gewidmet ist, ein fester Bestandteil des Göttinger Stadtbildes. Angestoßen vom Förderkreis Planetarium Göttingen, gestaltet von Reinhold Wittig, unterstützt von der Stadt und finanziert von privaten Sponsoren kann jeder einen Spaziergang durchs Sonnensystem unternehmen – so ist die Entfernungen der Planeten zur Sonne und zueinander erlebbar. „Auch wenn diese Fakten in Bronze gegossen sind, sind sie nicht unumstößlich“, erinnerte Prof. Dr. Sami Solanki, Direktor des Instituts, die Besucher.

Die Bronzetafel ist nicht nur dem Zwergplaneten gewidmet, sondern auch den anderen transneptunischen Objekte, die jenseits von Neptun die Sonne umkreisen.

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