Viel zu schnell in 120er-Zone

254 km/h: Polizei beantragt Strafverfahren gegen Motorrad-Raser

Göttingen/Kassel. Gegen den am Samstag auf der A7 bei Kassel gestoppten Motorradfahrer hat die Polizei ein Strafverfahren nach § 315c eingeleitet.

Dem Mann wird vorgeworfen, im Straßenverkehr das Leib und Leben sowie fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet zu haben.

Der 51-jährige Motorradfahrer aus Kassel hatte einen Videowagen der Polizei abgehängt. Die Beamten hatten das Motorrad mit 254 km/h in einer Tempo-120-Zone gemessen und diverse Verstöße festgestellt – wie das Überholen auf der Standspur.

Der Raser war an der Anschlussstelle Kassel-Nord von Polizeibeamten gestoppt worden. Sie hatten dem Italiener die Weiterfahrt untersagt.

Der Strafanzeige untergeordnet ist das Bußgeldverfahren. Für den Verstoß fallen eine Geldstrafe von 680 Euro, ein dreimonatiges Fahrverbot und zwei Punkte im Flensburger Verkehrsstrafregister an, wie der Sprecher der Göttinger Polizeiinspektion, Joachim Lüther, auf Anfrage mitteilte. Sollte das Strafverfahren greifen, dann könnte dem 51-jährigen Kasseler auch eine Freiheitsstrafe drohen.

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Ungeklärt ist noch, ob der Mann einengültigen Führerschein hatte. Auf seiner deutschen Fahrerlaubnis war das Führen des Motorrads nicht eingetragen. In der 2012 abgelaufenen italienischen Fahrlizenz hingegen schon. „Wir wissen noch nicht, warum die Erlaubnis nicht in Deutschland übertragen worden ist. Das muss nun auch mit den italienischen Kollegen geklärt werden“, sagte Lüther. Vorsichtshalber habe man ihm aber das Führen von Motorrädern nun untersagt.

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