35-Jähriger züchtete Pflanzen

Polizei entdeckt Hanf-Plantage mit 134 Pflanzen in Wohnung

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Hanf-Plantage in einer Göttinger Ein-Zimmer-Wohnung: Die Polizei beschlagnahmte insgesamt 134 Pflanzen in verschiedenen Wachstumsphasen.

Göttingen. Bei einem Einsatz wegen einer Ruhestörung entdeckte die Polizei in der vergangenen Woche in der Wohnung eines 35-jährigen Göttingers 134 Hanfpflanzen in verschiedenen Wachstumsphasen.

Außerdem wurden 300 Gramm Marihuana beschlagnahmt.

Ein Anwohner hatte die Polizei zuvor wegen ruhestörenden Lärms um Hilfe gebeten. Als der 35-Jährige den Beamten die Tür öffnete, stieg den Ermittlern sofort ein unverwechselbarer, intensiver Marihuanageruch in die Nase.

Bei der anschließenden Durchsuchung der Ein-Zimmer-Wohnung stieß die Polizei im Badezimmer auf Setzlinge und Kleinpflanzen, in einem aufgestellten Zuchtzelt auf mittelgroße Hanfpflanzen und in einem augenscheinlich selbstgebauten Holzverschlag auf mehrere größere Gewächse. Die gesamte Plantage wurde sofort beschlagnahmt, ebenso rund 300 Gramm Marihuana, darunter zum Teil abgestreiftes Blattmaterial sowie das gesamte für die Kultur benötigte Zubehör, wie Lampen, die Bewässerungs-, Lüftungs- und Entlüftungsanlage, Erde und Dünger. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ein.

Außerdem ermittelt die Polizei wegen Sachbeschädigung gegen den 35-Jährigen. Er soll in gleichen Nacht in einem Göttinger Straßenzug nach dem derzeitigem Stand der Ermittlungen der Polizei mindestens 20 geparkte Autos unter anderem durch Tritte und das Zerkratzen des Lacks beschädigt haben. Die Ermittlungen der Beamten dauern an. (bsc)

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