Polizei fasst mutmaßlichen Dieb im Nachtzug

Diebstahl im Nachtzug: Ein 19-Jähriger nutzte die Fahrt von Wien nach Hamburg für einen Raubzug. Der junge Mann ist wieder auf freiem Fuß. Rubrikenlistenbild: obs/Deutsche Bahn AG

Göttingen/Hamburg. Die Bundespolizei hat einen mutmaßlichen Taschendieb in einem Nachtzug auf dem Weg von Wien über Göttingen nach Hamburg gefasst. Der 19-Jährige hatte Diebesgut bei sich.

Der junge Mann schlug nach Polizeiangaben in der Neujahrsnacht zu. Hinweise von Reisenden brachten die Polizei auf die Spur des mutmaßlichen Taschendiebes. Die Beamten nahmen den Mann am Neujahrsmorgen gegen 7.30 Uhr im Bahnhof Hamburg-Harburg fest. Nach jetzigem Ermittlungsstand hatte der Beschuldigte im EuroNight 490 auf der Fahrt von Wien über Göttingen nach Hamburg mehrere Reisende bestohlen. Bundespolizisten stellten in einem Rucksack des jungen Mannes Diebesgut im Wert von mehreren tausend Euro sicher. Er hatte 350 Euro Bargeld, drei Laptops, vier hochwertige Handys, eine Spiegelreflexkamera, einen Walkman, Schmuck sowie eine Markensonnenbrille im Wert von 140 Euro dabei.

Laut Polizei entwendete der Mann einer schlafenden 23-jährigen Chinesin aus dem Rucksack eine Spiegelreflexkamera, einen Laptop sowie eine hochwertige Sonnenbrille. Die junge Frau bemerkte den Diebstahl und informierte den Zugbegleiter. Dieser fand Teile der entwendeten Gegenstände versteckt auf einer Zug-Toilette. Daraufhin wurde die Bundespolizei informiert. Die Beamten stiegen beim Halt des EN 490 im Bahnhof Harburg in den Zug. Eine 22-jährige Zeugin gab dabei wichtige Hinweise: Sie hatte den 19-Jährigen im Abteil der schlafenden Chinesin während der Zugfahrt gesehen. Bundespolizisten nahmen den Tatverdächtigen daraufhin vorläufig fest.

Weitere Ermittlungen ergaben, dass ein 23-jähriger Inder bereits bei der Bundespolizei in Hannover einen Diebstahl angezeigt hatte. Dem Mann waren ein Handy, ein Laptop sowie 350 Euro Bargeld entwendet worden. Der 23-Jährige erhielt seinen Besitz inzwischen zurück.

Ermittlungen dauern an

Die weiteren Ermittlungen in dem aktuellen Fall dauern an. Dafür ist die Bundespolizeiinspektion Hamburg zuständig. Gegen den polizeilich einschlägig bekannten Mann leitete die Bundespolizei ein Strafverfahren ein. Der 19-Jährige aus dem Landkreis Harburg wurde inzwischen wieder entlassen. (bsc)

Die Bundespolizei warnt von Straftaten im Zug: Der Ideenreichtum der Taschendiebe kennt nach Angaben der Beamten keine Grenzen.

Deshalb sollte man sich im Zug vor Taschendiebstahl schützen. Reisende sollten das mitgeführte Gepäck nie unbeaufsichtigt lassen und Bargeld sowie EC-Karten nur in verschlossenen Innentaschen mit sich führen. Weitere Informationen gibt es im Internet. (bsc)

www.bundespolizei.de

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