Einsatz bei Kundgebungen am Samstag

Polizei Göttingen: Es werden stetig mehr friedliche Demonstranten

Leiter der Polizeiinspektion: Thomas Rath Foto: nh

Göttingen/Northeim. Weniger Gewalttaten als vermutet gab es am „Samstag der Demonstration“ in Göttingen. Die Polizei zieht ein positives Fazit des Einsatzes mit etwa 1000 Beamten.

„Wir sind nicht unzufrieden“, sagten die Einsatzleiter Rainer Nolte und Thomas Rath. Auch der mehrfach über die Medien und in Gesprächen geäußerte Appell, friedlich zu demonstrieren und keine Straftaten zu begehen, habe sich bemerkbar gemacht.

Leiter der Polizeiinspektion: Thomas Rath Foto: nh

Die Appelle haben gefruchtet, dahingehend, dass die Zahl der friedlich demonstrierenden Menschen stetig zunimmt, im Vergleich zu einem – wenn auch kleiner werdenden, aber immer in Göttingen vorhandenen Teil – gewaltbereiter, auf Randale ausgerichteter Demonstranten“, sagt Thomas Rath, Leiter der Polizeiinspektion.

Die Einsatztaktik der Polizei hingegen sei eindeutig aufgegangen. „Oberstes Ziel ist es, die gewaltbereiten Rechten und Linken zu trennen. Das haben wir geschafft, auch wenn es schwierige Situationen am Bahnhof gab, als Gegendemonstranten versuchten, in das für den Freundeskreis vorgesehene Areal und das Bahnhofsgebäude vorzudringen“, bilanziert Nolte. 

Probleme bereitete der Polizei das „Verschieben von Hundertschaften“, vom Bahnhof in die Stadt während des Demo-Zuges durch die sowie später die Reise von 89 Rechten nach Northeim und später von 25 nach Friedland. In Northeim habe man Rechte und nachgereiste Linke „genervt“, indem es intensive Personenkontrollen gegeben habe. Dabei wurden auf beiden Seiten Gegenstände sichergestellt. Bei den Freundeskreis-Anhängern Pfefferspray, ein Schraubenzieher und ein Küchenmesser.

Später in Friedland griff die Polizei deutlicher zu, als Rechte einige Antifa-Demonstranten verfolgten. Die Personalien von 25 Rechten wurden festgestellt und Aufenthaltsverbote erteilt. Und: Sie müssen sich wegen Landfriedensbruch verantworten.

Sichtlich erleichtert waren die Einsatzleiter darüber, dass es am Freitag keine Vorab-Aktionen gab, die einen größeren Einsatz erforderlich gemacht hätten und darüber, dass es auch wenige dezentrale, unangekündigte Aktionen der Antifa gab und auch keine Steine gegen die Beamten flogen. (tko)

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