„Fahrer sind sich der Gefahr nicht bewusst“

Das wird teuer: Polizei erwischt 90 Fahrer am Handy - Bußgelder und Punkte drohen

Gefährlich: Eine Hand am Smartphone, die andere am Lenkrad.
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Gefährlich: Eine Hand am Smartphone, die andere am Lenkrad. Die Polizeidirektion Göttingen hat diese Vergehen im Blick und kontrolliert regelmäßig (Symbolbild).

Die Polizei Göttingen erwischte unter anderem Raser, sowie Fahrer, die unter Drogeneinfluss hinter dem Steuer saßen. Außerdem nutzten 90 Fahrer während der Fahrt ihr Handy.

Göttingen – Zwei Tage lang hat die Polizeidirektion Göttingen in der vergangenen Woche in ihrem Bereich Autofahrer kontrolliert, vor allem, ob Autofahrer beim Fahren Smartphones und Handys nutzten. 90 Verstöße registrierten die Beamtinnen und Beamten und leiteten Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Die Erwischten müssen nun mit einem Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen.

Mit ihren Überprüfungen beteiligte sich die Polizeidirektion Göttingen an einer länderübergreifenden Schwerpunktkontrolle zur Bekämpfung der Unfallursache „Ablenkung im Straßenverkehr“ beteiligt.

Überhöhte Geschwindigkeit, falsches Überholen, aber auch Drogen und Alkohol am Steuer sowie die Nichteinhaltung des nötigen Sicherheitsabstands zählen zu den Hauptursachen von schweren Verkehrsunfällen. So ist es 2020 im Bereich der Polizeidirektion Göttingen bereits zu 394 Verkehrsunfällen mit schweren Folgen gekommen. 27 Verkehrsteilnehmer wurden dabei getötet, 399 schwer verletzt. Die Bekämpfung dieser Hauptunfallursachen steht deshalb auch weiterhin im Fokus der diesjährigen Verkehrssicherheitsarbeit.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet zudem die Unfallursache „Ablenkung im Straßenverkehr“. Diese, unter anderem durch die Nutzung von Smartphones und Handys, verringert die Aufmerksamkeit, gefährliche Situationen im Straßenverkehr werden zu spät erkannt.

Jede Unaufmerksamkeit, auch wenn sie noch so kurz ist, könne im Straßenverkehr zu einem schweren Unfall führen, sagt Polizeipräsident Uwe Lührig. Ablenkung sei auch weiterhin eine Hauptursache schwerer Verkehrsunfälle. „Der Blick für fünf Sekunden aufs Handy bei einer gefahrenen Geschwindigkeit von 50 km/h bedeuten 70 Meter Blindflug. Wir müssen leider immer wieder feststellen, dass sich einige Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer der Gefahr durch Ablenkung im Straßenverkehr immer noch nicht bewusst sind“, sagt Lührig, der auch rät: „Sämtliche Ablenkungsquellen, welche die Konzentration auf das Verkehrsgeschehen negativ beeinflussen könnten, sollten vermieden werden, um so das eigene und das Leben anderer Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zu schützen.“

Polizeiliche Kontrollen seien deshalb ein wichtiger Teil der Verkehrssicherheitsarbeit. „Wir werden auch zukünftig derartige Schwerpunktaktionen durchführen und Ordnungswidrigkeiten konsequent ahnden.“ (Thomas Kopietz)

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