Beamte aus Sachsen-Anhalt koordinieren Kontrollen

Polizei nimmt Biker im Harz ab sofort wieder verstärkt ins Visier

Motorradfahren im Harz: Die Polizei verstärkt jetzt wieder ihre Kontrollen
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Motorradfahren im Harz: Die Polizei verstärkt jetzt wieder ihre Kontrollen. (Symbolbild)

Biker müssen im Oberharz und auf anderen landschaftlich reizvollen Strecken ab sofort wieder mit verschärften Kontrollen rechnen. In diesem Jahr übernimmt die Polizei aus Sachsen-Anhalt die Koordination der Einsätze.

Harz – Mit den ersten Sonnenstrahlen werden viele Maschinen aus dem Winterquartier geholt. Vor allem die Biker zieht es zu Beginn der Motorradsaison wieder auf die Straßen.

Zur Erhöhung der Sicherheit und zur Reduzierung der Motorradunfälle im Harz und im Kyffhäuserbereich wurde 2009 die länderübergreifende Verkehrssicherheitsinitiative „Sicher durch den Harz“ ins Leben gerufen.

Verschärft kontrolliert wird von Anfang April bis Ende Oktober. In Niedersachsen ist dabei hauptsächlich der Harz ein „Biker-Magnet“, da dessen kurvenreiche Strecken Motorradfahrer anziehen.

Neben der Polizei aus Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist als Netzwerkpartner unter anderem die Verkehrswacht mit an Bord. Immer wieder kommt es zu Unfällen, die vor allem für die beteiligten Motorradfahrer oft schwere Folgen haben. Die Federführung für das Projekt wechselt jährlich zwischen den Bundesländern. In diesem Jahr wanderte Staffelstab von Niedersachsen nach Sachsen-Anhalt. 2020 hatte die Polizeiinspektion Göttingen die Koordination und Leitung der Aktion übernommen.

Rainer Nolte, Leiter der Polizeiinspektion Göttingen, blickt zurück: „Wirft man einen Blick auf die Anzahl der Unfälle, die unter Beteiligung von Motorradfahrern geschehen sind, so sieht man ganz deutlich, wie wichtig diese Verkehrssicherheitsinitiative ist.“ Bezogen auf die Landkreise Goslar und Göttingen gab es im vergangenen Jahr 135 Motorradunfälle. Vier Biker kamen ums Leben, 88 Motorradfahrer erlitten Verletzungen. „Genau diese Unfälle gilt es zu reduzieren. Bedingt durch die Corona-Pandemie konnten zwar manche Kontrollen nicht in dem gewohnten Umfang stattfinden, dennoch haben wir die Sicherheit der Motorradfahrer nicht aus den Augen verloren“, sagt Nolte. Bei den Kontrollen waren vor allem die Beamten der Polizeikommissariate Osterode und Bad Lauterberg bei Kontrollen im Einsatz. Sie wurden von speziell ausgebildeten Ermittlern der „Kontrollgruppe Krad“ unterstützt, die 2016 bei der Polizeidirektion Göttingen ins Leben gerufen wurde.

Bei den Kontrollen stand neben den Tempo-Messungen hatten die Beamten besonders die Technik und Veränderungen an den Motorrädern. In diesem Bereich drohen empfindliche Bußgelder. Außerdem kann bei Umbauten unter Umständen die Betriebserlaubnis erlöschen. Folge: Mit dem Motorrad darf nicht weitergefahren werden.

Im Harz besonders beliebt und damit ständig im Blick der Beamten ist natürlich die Strecke von Bad Harzburg über Torfhaus nach Clausthal-Zellerfeld. Mit Kontrollen rechnen müssen die Biker beispielsweise auch auf der kurvigen Strecke von Osterode über Wildemann nach Clausthal-Zellerfeld beziehungsweise in den Bereichen Sösetalsperre und St. Andreasberg. Tipps zu Motorradtouren durch den Harz vom Portal „Kurvenkönig“ gibt es hier. (Bernd Schlegel)

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