„Soko Wau“ erfolgreich

Polizei organisiert tierisches Treffen für Fundhunde

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Vor fünf Jahren: Die Hundewelpen waren damals schnell vermittelt worden. Jetzt soll es ein tierisches Wiedersehen geben. 

Es ist eine Geschichte mit wortwörtlich tierisch gutem Ende: Vor knapp fünf Jahren waren in Seeburg im Eichsfeld in einem Karton sechs ausgesetzte Welpen gefunden worden.

Ein Mann aus Mainz hatte damals die Tiere gefunden und zur Polizei gebracht. Jetzt, fünf Jahre nach diesem Vorfall möchte die Polizei mit einer „Familienzusammenführung am Fressnapf“ an diesen Tag erinnern, wie Polizeisprecherin Jasmin Kaatz berichtet. Die Ermittlungsarbeit der Beamten dazu hatte Erfolg.

Die Vorgeschichte: Als die Hunde vor knapp fünf Jahren in einem Karton gefunden wurden, fand sich für eines der Tiere schnell ein neues Zuhause. Eine Göttinger Polizistin verliebte sich sofort in einen der Welpen und nahm ihn zu sich. „Schröder“, der wuschelige Hund mit der weißen Nase, hat sich inzwischen zu einem echten Prachtkerl entwickelt. Auch für seine Geschwister lief es gut. Die schwarz-weiß gefleckte „Kimmy“ fand ebenfalls bei einem Polizisten ein neues Zuhause und „Odo“, der Hübsche mit dem glatten Fell, wurde von der Schwester der Beamtin aufgenommen.

Zu „Kira“ hat die Ermittlerin inzwischen ebenfalls wieder Kontakt. Die Hündin ist in Ebergötzen gelandet. Vom einem weiteren Welpen, dem Rüden „Nelson“, gibt es inzwischen Nachricht. Er hat ein Zuhause in Göttingen gefunden. Die Hundebesitzer verfolgen jetzt einen ungewöhnlichen Plan. Zum bevorstehenden fünften Geburtstag ihrer Lieblinge soll es eine „Familienzusammenführung am Fressnapf“ geben.

Klingt schön, aber leider gab es ein Problem. So hatten die Polizisten bislang noch keinen Kontakt zu „Snow“, die ein helles Fell hat. Sie ist damals vermutlich in Richtung Adelebsen gezogen, hieß es in dieser Woche von der Polizei. Sie startete einen Aufruf, um die Hundefamilie wieder zusammenzuführen, und hatte Erfolg. Die beiden fehlenden Frauchen von „Snow“ und „Nelson“ meldeten sich per Telefon beziehungsweise per E-Mail bei der Pressestelle der Polizeiinspektion Göttingen. „Snow“ lebt inzwischen im Landkreis Northeim. „Nelson“ hat, wie bereits gemeldet, in Göttingen ein Heim gefunden. Die konkreten Planungen für das erste „Familientreffen mit Anhang“ nach fünf Jahren Trennung können also beginnen.

Es soll am Sonntag, 19. Januar, stattfinden. Die Arbeit der Sonderkommission „Wau“ ist damit abgeschlossen. „Sie wurde am Donnerstagmorgen aufgelöst“, heißt es von Polizeisprecherin Jasmin Kaatz mit einem Augenzwinkern. 

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