Polizeieinsatz am Samstag

Verwirrter Mann sorgt für ICE-Evakuierung im Bahnhof Göttingen - keine Gefahr eines Anschlages

Verzögerungen am Bahnhof: Am Samstagvormittag wurde in Göttingen ein ICE, der auf dem Weg von München nach Hamburg war, von Polizisten vorsorglich evakuiert. Ein verwirrter Fahrgast sorgte für Unruhe. Foto: Bernd Schlegel

Göttingen – Aufsehen erregender Einsatz am Samstagvormittag im Göttinger Bahnhof: Einsatzkräfte der Bundes- und Landespolizei evakuierten ab 10 Uhr einen ICE und durchsuchten im Anschluss Zug und Teile des Bahnhofes.

Auslöser war ein Notruf einer Frau aus dem ICE, der auf dem Weg von München nach Hamburg und mit rund 900 Passagieren besetzt war. Ein Mann wurde bei dem Einsatz festgenommen.

Der 55-jährige sei polizeilich bekannt gewesen, habe den Zug in Göttingen verlassen und sei dann im Tunnel des Bahnhofs festgesetzt worden, sagte der Sprecher der Bundespolizeidirektion Hannover, Jörg Ristow, auf Anfrage unserer Zeitung.

Im Zug habe er Drohungen ausgesprochen und gesagt, dass er Sprengstoff dabei habe. Letztlich habe aber keine akute Bedrohung bestanden, Sprengstoff wurde nicht gefunden. Menschen wurden nicht verletzt, durch das Verhalten allerdings verunsichert.

Der Zug sei komplett durchsucht worden, ebenfalls Abschnitte des Tunnels im Bahnhof. Bereiche dort und auf der Gleisebene waren für etwa 75 Minuten abgesperrt. Danach setzte auch der ICE die Fahrt in Richtung Hamburg fort.

„Der Mann war verwirrt und wurde auch in eine Psychiatrische Einrichtung gebracht“, sagte Bundespolizei-Sprecher Ristow. Die Absperrungen und Durchsuchungen seien aus Gründen der Vorsicht aber notwendig gewesen. Daran waren auch Polizisten der Polizeiinspektion Göttingen beteiligt, wie deren Sprecherin Jasmin Kaatz sagte.  (tko)

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