Nach Angriff auf Polizisten

Polizeigewerkschaft: Gefährlicher Beruf wird schlecht entlohnt

Seit Jahrzehnten treue Mitglieder in der Gewerkschaft der Polizei: Göttingens GDP-Kreisgruppenvorsitzender Michael Bersenkowitsch (vorne, zweiter von rechts) mit den Geehrten, darunter der Mündener Manfred Dumke (Mitte). Foto: Schröter

Göttingen / Hann.Münden. Die Gefahren, denen Polizisten ihrem Beruf aufgesetzt sind, und die Entlohnung dafür stehen in keinem Verhältnis: Das kritisierte der niedersächsische Landesvorsitzende und stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Dietmar Schilff.

Er sprach am Dienstag in einer Veranstaltung der GdP-Kreisgruppe Göttingen in Elliehausen.

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- Gerangel in Tankstelle: Polizist mit Messer schwer verletzt

Vor den 70 GdP-Mitgliedern bezog sich Schilff auf einen Vorfall in der Nacht zuvor, bei dem ein Polizeibeamter an einer Göttinger Tankstelle von einem Randalierer mit einem Messer schwer verletzt worden war (die HNA berichtete). Die Politik müsse die Gefährlichkeit des Berufs deutlicher anzuerkennen, forderte der Gewerkschafter.

Für das angemeldete Hooligan-Treffen am 15. November in Hannover sei ein Verbot die beste Lösung. Sollte dies aus rechtlichen Gründen nicht möglich sein, dann solle es zumindest deutliche Beschränkungen und Versammlungsauflagen wie ein Alkoholverbot und die Meldepflicht für aktenkundige Gewalttäter geben, verlangte Schilff

In ihrer Jahreshauptversammlung ehrte die GdP-Kreisgruppe, die rund 500 Mitglieder zählt, langjährige Gewerkschafter. Mit dabei war der Mündener Manfred Dumke, der seit 65 Jahren der Gewerkschaft angehört und der dafür neben einer Urkunde auch ein Präsent erhielt.

Neben ihm wurden diese Mitglieder geehrt: Waltraut Kaufmann (65 Jahre Mitglied), Adolf Jürs, Hermann Olfermann (beide 60 Jahre), Hans-Jürgen Weiss, Heinz Beushausen, Peter Hartmann (alle 50 Jahre), Kuno Meyer, Hans-Jürgen Kipper, Dieter Reuber (alle 40 Jahre), Sabine Prilop, Heike Schmidt und Bodo Stellhorn (alle 25 Jahre). (per)

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