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Hausdurchsuchung: Weltkriegs-Waffen bei Göttinger Polizisten gefunden

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Von: Raphael Digiacomo, Melanie Zimmermann

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Hausdurchsuchung der Wohn- und Diensträume eines Beamten der Polizeidirektion Göttingen. Der Vorwurf: Verdacht auf Verstoß gegen das Waffengesetz.

Göttingen/Bückeburg – Polizeivollzugsbeamte der Polizeidirektion Göttingen haben seit Freitag (15.07.202) die Wohn- und Diensträume eines ihrer 43-jährigen Kollegen durchsucht. Grund dafür ist der Verdacht des Verstoßes gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz. Dies teilt die Polizeidirektion Göttingen am Mittwochmorgen (20.07.2022) mit.

Bei den Durchsuchungsmaßnahmen wurden Waffen, Uniformen und Devotionalien aus dem Zweiten Weltkrieg sowie Datenträger aufgefunden und sichergestellt. Aufgrund ausgewerteter Bilddateien besteht darüber hinaus der Verdacht des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen in den Jahren zwischen 2014 und 2018.

Hausdurchsuchung bei einem Göttinger Polizeibeamten: Waffen und Uniformen aus dem Zweiten Weltkrieg

Laut Andre Lüth, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Bückeburg, wolle man zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Angaben zu Art und Anzahl der Weltkriegswaffen machen. Das LKA Niedersachsen erstelle nun ein Gutachten zu dem Waffenfund.

Waffen, Unformen und Devotionalien aus dem Zweiten Weltkrieg
Bei einem Polizeibeamten in Göttingen sind Waffen, Unformen und Devotionalien aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. (Symbolbild) © philipimage/imago

Die weitere aufwändige Auswertung der sichergestellten Gegenstände und Datenträger dauert an. Das Verfahren wird durch die Staatsanwaltschaft Bückeburg geführt. Seitens der Polizeidirektion Göttingen wurde zudem eine disziplinare Prüfung eingeleitet und ein Verbot der Führung der Dienstgeschäfte ausgesprochen, heißt es weiter in der Mitteilung. (mzi/rdg)

Ein Reichsbürger aus dem Kreis Göttingen hat im Netz zu Gewalt aufgerufen und „Todesurteile“ verbreitet. Laut LKA gab es in Südniedersachsen und im nordwestlichen Thüringen 2020 im Schnitt jeden Tag deutlich mehr als einen rechtsextremen Vorfall.

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