Auf Streife

13 Monate altes Mädchen atmet nicht mehr - Polizist rettet ihr Leben

Streifenpolizist Jan Fischer (2.v.r.) rettete einem Baby das Leben. Polizeidirektor Rainer Nolte (links), Erster Polizeihauptkommissar Ralf Nixdorff (2.v.l.) und Polizeihauptkommissar Sven Metje dankten ihm für den schnellen Einsatz.
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Streifenpolizist Jan Fischer (2.v.r.) rettete einem Baby das Leben. Polizeidirektor Rainer Nolte (links), Erster Polizeihauptkommissar Ralf Nixdorff (2.v.l.) und Polizeihauptkommissar Sven Metje dankten ihm für den schnellen Einsatz.

Streifenpolizist Jan Fischer aus Göttingen wird wegen einer Heldentat ausgezeichnet. Er rettete einem kleinen Kind das Leben.

Göttingen – Diesen Einsatz wird Streifenpolizist Jan Fischer aus Göttingen so schnell nicht vergessen. Er wurde bei seinem Dienst Mitte Juli zum Retter und holte ein 13 Monate altes Mädchen ins Leben zurück. Was war passiert? Gegen 17.25 Uhr wurden Fischer und seine Streifenpartnerin am Montag, 13. Juli, zu einem Einsatz im Göttinger Stadtgebiet gerufen. Dort sei ein Kind in Not, lautete der Funkspruch.

Schon vier Minuten später waren beide vor Ort und gingen in die Wohnung der betroffenen Familie im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses. Dort fanden die Beamten die erst 13 Monate alte Tochter leblos auf dem Kinderbett liegend. Mutter und Vater der Kleinen standen unter Schock.

Lebensretter in Göttingen: Beamter ist Rettungssanitäter

Die Familie hatte großes Glück, denn Jan Fischer ist ausgebildeter Rettungssanitäter. Sofort nahm er sich des Mädchens an und überprüfte ihre Vitalfunktionen. Als er keinen Herzschlag mehr spürte und auch die Atmung nachließ, leitete der junge Kommissar sofort die Herz-Lungen-Wiederbelebung ein. Dann setzte er den sogenannten „Heimlich-Handgriff“ ein, um die Atemwege von einem möglichen Fremdkörper zu befreien.

Auch seine Streifenpartnerin und zwei weitere Polizisten halfen: Sie beruhigten die Eltern und reichten die benötigten Materialien aus dem Rettungssanitäter-Rucksack an.

Lebensretter in Göttingen: Das Mädchen begann wieder zu atmen

„Das hat wirklich ausgezeichnet funktioniert“, sagte Fischer über die Zusammenarbeit. „Wir haben uns absolut perfekt als Team ergänzt, jeder an seinem Platz. Das war sehr gut, denn damit verschaffte man mir den dringend benötigten Freiraum zum Agieren.“

Schließlich begann das Mädchen wieder mit der Atmung. Nur kurze Zeit später trafen die alarmierten Rettungskräfte und eine Notärztin ein. Das Mädchen erbrach und schrie – für alle eine unbeschreibliche Erleichterung und ein wunderbares Geräusch.

Lebensretter in Göttingen: Die Polizei zeichnet den Göttinger Polizisten aus

Das Mädchen wurde sofort zur weiteren Behandlung in die Uni-Medizin gebracht. Ihr geht es inzwischen wieder gut.

Die Göttinger Polizei zeichnete nun ihrem Lebensretter aus den eigenen Reihen aus. „Es ist eine tolle Sache, dass wir Menschen das Leben retten können, das ist genau das, was unseren Beruf ausmacht“, sagte Polizeidirektor Rainer Nolte.

Lebensretter in Göttingen: So ein couragierter Einsatz verdiene Respekt

„So ein couragierter Einsatz verdient besonderen Respekt und bedarf außerdem eine förmliche Anerkennung“, so Nolte, als er Fischer das Anerkennungsschreiben überreichte.

Gemeinsam mit dem Ersten Polizeihauptkommissar Ralf Nixdorff sowie Polizeihauptkommissar Sven Metje dankte er dem jungen Beamten für den schnellen Einsatz. (Bernd Schlegel)

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