Popmeeting in Göttingen: Speed-Dating unter Musikern

+
Beim Popmeeting wird nicht nur geredet, sondern auch Musik gemacht: Hier benutzen Teilnehmer ihre Smartphones als Instrumente.

Göttingen. Wie wirkt sich die Digitalisierung auf die Popmusik aus? Mit dieser Frage beschäftigen sich die knapp 100 Teilnehmer des Popmeetings, das erstmals in Göttingen stattfindet.

„Bei der Veranstaltung kommen Musiker, Konzertveranstalter, Vertreter der Musikwirtschaft und Musikinitiativen sowie Förderer aus ganz Niedersachsen zusammen an einen Tisch“, erklärt Vera Lüdeck. Sie ist Geschäftsführerin der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Rock. Im Mittelpunkt des Popmeetings stehe die Vernetzung der niedersächsischen Musikszene: „Hier können sich die Menschen kennenlernen und austauschen. Sowohl Musiker als auch Veranstalter kommen zu Wort und erklären ihre Probleme und Nöte.“

Vorträge und Workshops

Bei der zweitägigen Veranstaltung, die zusammen von LAG Rock, Musikland Niedersachsen und der Göttinger Musa organisiert wird, werden die Teilnehmer unter anderem darüber informiert, wie sie die Digitalisierung für sich nutzen können. Zudem können sie an verschiedenen Workshops teilnehmen. Ein besonderer Höhepunkt beim diesjährigen Popmeeting ist laut Lüdeck das Speed-Dating. Hier sollen sich die Teilnehmer innerhalb weniger Minuten kennenlernen.

Die Veranstaltung wird vom Niedersächischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur mit 15 000 Euro gefördert. Die Mehrheit der Teilnehmer kommt aus den Bereichen Göttingen, Hannover und Braunschweig. Das erste Popmeeting fand 2007 in Celle statt, danach folgten Veranstaltungen in Wolfsburg und Osnabrück. In diesem Jahr fiel die Entscheidung auf Göttingen: „Die gute Infrastruktur und die Musikszene hier haben uns überzeugt.“

Lüdeck glaubt, dass sich durch die zunehmende Digitalisierung letztlich nicht viel ändern wird: „Die neuen Medien ersetzen die alten nicht, sondern ergänzen sie. Denn handgemachte Musik lässt sich nicht ersetzen.“ Das Internet bietet laut Lüdeck die Möglichkeit, neue Zielgruppen zu erreichen, und das müsse man nutzen: „Vielleicht können die neuen Medien bei dem einen oder anderen Jugendlichen das Interesse am Musikmachen wecken.“ 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.