Mit Unterstützung in den Job

Positive Zwischenbilanz für Göttinger Berufseinstiegsbegleitung

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Die Göttinger Arbeitsagentur: Sie unterstützt maßgeblich das Projekt Berufseinstiegsbegleitung.

Göttingen. Der Übergang von der Schule in den Job ist für manche Jugendliche eine hohe Hürde: In Stadt und Landkreis Göttingen unterstützt deshalb seit gut zweieinhalb Jahren die Berufseinstiegsbegleitung die jungen Leute.

Start für das fünfjährige Projekt war im November 2015. Zur Zielgruppe gehören Jugendliche an allen Haupt-, Ober- und Gesamtschulen sowie den Förderschulen Lernen in Stadt und Altkreis Göttingen. Das Projekt wird von Stadt und Landkreis Göttingen sowie der Agentur für Arbeit mit insgesamt 3,5 Millionen Euro gefördert.

Die jetzt vorgestellte Zwischenbilanz kann sich sehen lassen: 89 Teilnehmer sind während des Projekts bereits eine Ausbildung gestartet oder beginnen diese in Kürze.

Künftige Fachkräfte

Besonders erfreulich: Viele junge Leute haben sich für eine Lehre in Berufen entschieden, in bereits jetzt einen starken Bedarf an Fachkräften melden. So begannen beispielsweise neun Jugendliche eine Lehre im Bereich Hotel und Gastronomie, fünf Teilnehmer werden zu Fachkräften im Baubereich ausgebildet und neun haben sich in den Bereich Logistik orientiert. Weitere 25 entschieden sich für den Berufsstart in einem Handwerksberuf und sieben für eine Ausbildung in der Pflege.

Der besondere Ansatz der Berufseinstiegsbegleitung besteht darin, Jugendliche mit vorhandenem Förderbedarf bereits frühzeitig ab Klasse acht oder neun zu unterstützen – und zwar vor Ort an der Schule. Dabei richtet die Berufseinstiegsbegleitung ihr Augenmerk auf den Schulabschluss und auf den Berufsstart. Die Berufseinstiegsbegleiter sind Mitarbeiter der Beschäftigungsförderung Göttingen (BFGoe) und der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung Südniedersachsen (GAB), die das Projekt in der Stadt beziehungsweise im Altkreis Göttingen umsetzen.

Individueller Förderplan

Die Begleiter arbeiten eng mit den Schulen, der Berufsberatung der Arbeitsagentur und natürlich auch den Eltern zusammen. Ein Erfolgsfaktor dabei ist der Betreuungsschlüssel, denn ein Einstiegsbegleiter betreut nur bis zu 20 Schüler. Die einzelnen Schritte im jeweiligen Förderplan werden jeweils mit den Beteiligten abgesprochen.

Klaus-Dieter Gläser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Göttingen, freut sich über die Erfolge der Berufseinstiegsbegleitung: „Die Betriebe stehen vor einer echten Herausforderung, was das Thema Fachkräftegewinnung betrifft.“ Daher ist es aus Sicht von Gläser umso wichtiger, junge Menschen mit ungünstigen Startbedingungen frühzeitig zu unterstützen, um ihnen Perspektiven aufzuzeigen und sie für eine Ausbildung zu gewinnen. Gläser: „Das gemeinsame Projekt von Stadt und Landkreis Göttingen sowie der Arbeitsagentur leistet hierzu einen wichtigen Beitrag.“ 

Diese Schulen sind bei dem Projekt dabei

Insgesamt stehen 90 Plätze stehen für Schüler im Altkreis Göttingen zur Verfügung. Folgende nehmen an dem Projekt, das von der Arbeitsagentur unterstützt wird, teil: die Schule am Hohen Hagen in Dransfeld, die IGS Bovenden, die Schule am Thie in Rosdorf, die Schule im Auefeld in Hann. Münden, die Förderschule Rittmarshausen, die KGS Gieboldehausen sowie die Astrid-Lindgren-Schule, die St. Ursula-Schule und die Pestalozzi-Schule in Duderstadt. An folgenden Schulen im Stadtgebiet Göttingen stehen insgesamt 120 Plätze zur Verfügung: Heinrich-Heine-Schule, Käthe-Kollwitz-Schule, Geschwister-Scholl-Gesamtschule, Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule, Bonifatiusschule II, Förderschule Am Rohns sowie Neue IGS Weende (ab Schuljahr 2018/19).

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