Potsdamer Geowissenschaftlerin gewinnt Spieleautoren-Stipendium

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Spiel des Jahres der Nachwuchsautoren: Sophia Wagner gewann die Herzen der Göttinger Jury mit ihren Entwürfen „Apokalypse Daemonicus“ und „Goblin Gold Rush“.

Göttingen. Die Potsdamerin Sophia Wagner hat beim 34. Göttinger Spielautorentreffen, bei dem Besucher am Sonntagnachmittag in der Stadthalle noch viele Spiele ausprobieren können, das Spiel-des-Jahres-Spieleautoren-Stipendium gewonnen.

Die am 18. Mai 30 Jahre alt gewordenen Geowissenschaftlerin ist die jüngste der fünf Nachwuchsautoren, die sich aus dem Feld der rund 200 bekannten und unbekannten Spieleentwickler für den Kritikerpreis qualifiziert hatten.

Die Potsdamerin, die bereits als Kind Spiele unter anderem aus DIN-A-4-Blättern entworfen hat, bekam die Auszeichnung für ihre beiden Spiele „Apokalypse Daemonicus“ und „Goblin Gold Rush“. „An dem Dämonenspiel habe ich fast vier Jahre gearbeitet“, sagte die junge Frau, die über die Auszeichnung überglücklich war.

Die Ehrung ist mit 3000 Euro dotiert. Damit sollen Praktika beim Ravensburger Spieleverlag, dem Deutschen Spielemuseum in Chemnitz, dem Spieleerfinderstudio in Köln und in der Spieleburg Göttingen abgesichert werden, sagte Jury-Mitglied Wieland Herold, der die Auszeichnung übergab.

Im Spiel „Apocalypse Daemonicus“ kämpfen Magiere gegen Dämonen. Das Ganze geschieht in einer drehbaren Ringarena, die dynamische Kämpfe zulässt. Im Spiel „Goblin Gold Rush“ geht es um eine abwechslungsreiche Eisenbahnreise durch den Wilden Westen.

Platz 2 im Wettbewerb um den Kritikerpreis ging an die Heidelbergerin Anna Oppolzer für ihre Spiele „Protest der Brillenschlangen“ und „Abstauben“.

Platz 3 teilen sich das Schweizer Duo Daniel Fehr und Monika Wilhelm sowie Sven Groh aus Ostfriesland und der aus Clausthal-Zellerfeld stammende, heute aber in Weimar lebende Markus von der Heyde. Die Schweizer fanden unter anderem Begeisterung für ihr Spiel „Alarm im Tierspital“, Sven Groh für seinen Entwurf „Die Panzerknacker“ und Markus von der Heyde für sein Versteigerungsspiel „Claim“, das in die Welt der Goldschürfer entführt.

Der „INNO-SPATZ“ der Stadt Göttingen für besonders innovative Leistungen im Spielebereich ging in seiner 19. Auflage diesem Jahr an die Nürnberger Spielwarenmesse. Dort werden die Ergebnisse des Göttinger Autorentreffens Jahr für Jahr erfolgreich präsentiert, heißt es in der Begründung der Jury für die Wahl. (zhp)

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