Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uni-Klinik

Poustka will neue Wege in der Autismus-Therapie gehen

Prof. Dr. Luise Poustka, Direktorin Klinik für Kinder- und Jugendpsychatrie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG).

Göttingen. Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat mit Prof. Dr. Luise Poustka eine neue Direktorin in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie. 2018 soll eine neue Tagesklinik öffnen.

Luise Poustka kommt von der Medizinischen Universität Wien, hat 2016 einen Ruf an die Charite’ in Berlin abgelehnt und löst nun in Göttingen Prof. Dr. Aribert Rothenberger ab, der die Klinik von 1994 geleitet hatte.

Schwerpunkt der neuen Direktorin auf klinischem und wissenschaftlichen Gebiet sind die Autismus-Spektrum- Störungen (ASS). Poustka wird ihre Erfahrungen direkt einbringen: ab Herbst 2017 in einer neuen Spezialambulanz der UMG zur Diagnostik und Behandlung von ASS. Desweiteren sollen neue spezialisierte Therapiekonzepte für Patienten mit ASS, Angststörungen und emotionaler Dysregulation an der Uni-Klinik etabliert werden.

All das soll in einer neuen Tagesklinik stattfinden, die ab Herbst 2018 ihren Betrieb aufnehmen wird, wie die Universitätsmedizin mitteilt.

Aktuell versorgt die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie mit ihren 29 Betten nach eigenere Angabe das gesamte Spektrum kinder- und jugendpsychiatrischer Störungsbilder – sowohl stationär als auch in einer Tagesklinik. Dazu kommt eine Ambulanz mit mehreren Spezialsprechstunden.

Natürlich wird Luise Poustka auch ihre Forschung auf dem Gebiet der Autismus-Spektrum-Störungen fortsetzen. Das soll auch über sogenannte Interventionsstudien geschehen, die eine besonders intensive Betreuung der Patienten und Angehörigen gewährleisten. Sie profitieren dann auch von fortschrittliche Behandlungsverfahren. Ziel für Poustka ist es, die Behandlungsstrategien für junge autistische Patienten weiter zu verbessern.

Über die neue Direktorin ist die Kinder- und Jugendspsychiatrie der UMG nun auch am Verbund „ASD-NET – Autismusstörungen über die Lebensspanne“ vernetzt und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Demnächst wird auch eingruppentherapeutisches Programm für Kinder und Jugendliche mit ASS an der UMG getestet.

Luise Poustka referiert am Mittwoch, 17. Mai, ab 17.30 Uhr, über Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) – von der Neurobiologie zur Therapie“ im Hörsaal der Psychiatrischen Kliniken, Von-Siebold-Straße 5. Infos: Tel. 39-66727. (tko)

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