Teilnehmer spielten Szenen

Präsentation der Spielclubs: Die Jugendarbeit im Jungen Theater Göttingen lebt

Eine Darstellerin vom Jugendclub in ihrer Rolle – die Zuschauer auf dem Hof des Jungen Theaters sehen gespannt zu.
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Eine Darstellerin vom Jugendclub in ihrer Rolle – die Zuschauer auf dem Hof des Jungen Theaters sehen gespannt zu.

Die Jugendarbeit am Jungen Theater lebt trotz Corona weiter. Das hat eine Präsentation der Arbeitsergebnisse der verschiedenen Formationen vor 150 Gästen bewiesen.

Göttingen – Für Miniclub, YOLA-Club und Ausreißerclub mit ihren Filmen war der Theatersaal reserviert. Auf dem Hof des Jungen Theaters konnten die Aktiven des Spielclubs die Ergebnisse von einer Woche Probenarbeit zeigen.

Mit schlechter Laune vom anstrengenden Schultag kommen und mit guter Laune gemeinsam abheben, das war nur eine von vielen sympathischen Beschreibungen, die die langjährige Leiterin Agnes Giese für den Spielclub mit Heranwachsenden ab 16 Jahren gefunden hatte.

Gemeinsam mit den Teamern, ehemaligen Spielern, habe sie vielen Mitmachern neuen Mut, zuweilen auch Trost und nicht selten manchen Hinweis für ihren späteren Berufsweg geben können. Nach 20 Jahren möchte Giese im Spielclub pausieren und stellte die Mitmacher Timotheos Auerbach und Felix von Nostitz als neue Leiter vor.

Dann sahen die Zuschauer, wie die Darstellenden – coronagerecht in vier Gruppen aufgeteilt – das Ergebnis von einer Woche Probenarbeit. Mit Texten aus Wedekinds „Frühlingserwachen“, Shakespeares „Romeo und Julia“ und „Bilder deiner großen Liebe“ von Wolfgang Herrndorf setzten sich die jungen Frauen und Männer mit Themen wie Liebe und Einsamkeit, Wahnsinn und Selbstmord auseinander.

Das benannte die Schauspielerin Giese als die Themen, die junge Menschen bewegten. Die erdachte Spielsituation: Mit den genannten vorgegebenen Texten sollten die jugendlichen Darsteller sich in einer Aufnahmeprüfung an einer Schauspielschule bewähren. Manches Ergebnis ging unter die Haut.

Bei der Vorbereitung für die fingierte Aufnahmeprüfung zur Schauspielschule: Artur von Nostitz bei seinem Auftritt.

Werden manche derer, die vorgetragen haben, sich tatsächlich einer solchen Prüfung stellen? Nach den Monologen der Akteure folgten Variationen zu den Themen in Gruppen. Viel Applaus und begeistertes Johlen war ihr Lohn.

Eine Live-Szene zeigte auch der YOLA-Club, bevor die Filme der Jüngsten im Theatersaal begannen. Mit dem Film „Danke, Agi“ verabschiedete sich der Jugendclub nach dieser Show von Agnes Giese. Bunte Szenen hatten die Jugendlichen anlässlich der bevorstehenden Pause von Gieses Einsatz im Jugendclub aufgenommen. Das Material hatte Mitglied Lotta Sennekamp zu einem halbstündigen Streifen zusammengeschnitten.

Nach den Herbstferien kommt der Jugendclub wieder in Präsenz zusammen – immer dienstags von 16 bis 18.30 Uhr. Interessierte können sich per Mail an jugend@junges-theater.de anmelden und weitere Informationen bekommen. (Ute Lawrenz)

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