Präventionstag an der BBS: Schüler checken den Blutdruck

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Alles in Ordnung: Bei Thilo Heinrich (rechts), bei dem Lioba Gatzemeier den Blutdruck misst, könnten die Werte kaum besser sein. Das freut auch Dr. Martin Hulpke-Wette (stehend), der den Präventionstag mitorganisiert hat.

Göttingen. 400 Jugendliche der Göttinger Berufsbildenden Schulen (BBS) III beteiligten sich am Mittwoch am Präventionstag „Bluthochdruck bei Jugendlichen“.

„Heutzutage bekommen schon Menschen unter 25 Jahren Herzinfarkte und Schlaganfälle“, sagt Dr. Martin Hulpke-Wette. Hauptursachen seien neben einer genetischen Veranlagung vor allem eine ungesunde Lebensweise mit falscher Ernährung und zu wenig Bewegung. Weil der Kinderkardiologe in seiner täglichen Praxis festgestellt habe, dass Bluthochdruck ein zunehmendes Problem bei Kindern und Jugendlichen ist, engagiert er sich nicht nur im Verein Blutdruckinstitut Göttingen, sondern rief auch vor zwei Jahren zusammen mit Verena Hegemann von der BBS III den Präventionstag Bluthochdruck bei Jugendlichen ins Leben.

„An diesem Tag haben Schüler die Möglichkeit, sich einmal richtig durchchecken zu lassen“, sagt Hegemann, Abteilungsleiterin Gesundheit und Soziales am Beruflichen Gymnasium der BBS III. Neben dem Blutdruck könnten die Größe, das Gewicht, der Bauchumfang, der Body-Mass-Index (BMI) und sogar Blutfett- und Blutzuckergehalt gemessen sowie die Halsschlagader mittels Ultraschall dargestellt werden. Alle Untersuchungen wurden von Ärzten und Mitgliedern des Vereins Butdruckinstitut Göttingen vorgenommen und durch Sponsorengelder finanziert.

„Auf der anderen Seite steht natürlich die Aufklärung im Mittelpunkt“, so Hegemann weiter. Dazu hätten sich Schüler des Beruflichen Gymnasiums Gesundheit und Soziales intensiv mit der Thematik auseinander gesetzt.

An verschiedenen Stationen erklärten sie unter anderem, warum Energy-Drinks den Blutdruck erhöhen, welcher Frischkäse gesund und welcher ungesund ist und welche Risikofaktoren es sonst noch gibt.

„Ich finde es toll, dass es eine solche Veranstaltung gibt“, sagte BBS III-Schülerin Charlotte Diederich. Weil man es selbst gar nicht merke, wenn der Blutdruck zu hoch sei, wäre sie selbst nie auf die Idee kommen, zum Arzt zu gehen und ihn überprüfen zu lassen. „Das Praktische hier ist, dass man ja sowieso in der Schule ist und es dann einfach hier erledigen kann2, meinte Charlottes Mitschülerin Kristina Kretschmer.

So kann man Bluthochdruck verhindern

Das raten Experten zur Vermeidung von Bluthochdruck:

• Viel Bewegung

• Ausgewogene Ernährung

• Wenig Kochsalz essen (täglich maximal sechs Gramm)

• Geringer oder kein Konsum von Alkohol, Kaffee und Energy-Drinks

• Kein Nikotin

• Übergewicht vermeiden

• Vermeidung von Stress im Alltag

• Ausreichend Schlaf

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