Preis für Göttinger Forscherin

Simone Salzer
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Simone Salzer

Göttingen. Für ein Forschungsprojekt zur psychodynamischen Behandlung von Jugendlichen hat Dr. Simone Salzer von der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) gemeinsam mit Prof. Dr. Annette Streeck-Fischer (Berlin) den mit 10.000 Euro dotierten Heigl-Preis 2014 der Gesellschaft von Freunden und Förderern der Universität Düsseldorf erhalten.

In ihrer Studie belegen die beiden Forscherinnen die Wirksamkeit einer stationären psychodynamischen Psychotherapie von Jugendlichen, die im Asklepios Fachklinikum Tiefenbrunn behandelt wurden. Bei den untersuchten Patienten handelte es sich um schwer gestörte Jugendliche mit ausgeprägten Schwierigkeiten im Kontakt mit anderen Menschen. Neben dieser Störung des Sozialverhaltens wiesen sie weitere psychische Diagnosen wie etwa Angststörungen und Depressionen auf.

Die Jugendlichen litten unter selbst- und fremddestruktivem Verhalten, hatten Probleme in ihrer schulischen und beruflichen Laufbahn und waren oftmals mehrfach vorbehandelt. Viele hatten in ihrer bisherigen Entwicklung komplexe Traumatisierungen erlebt. Fast 60 Prozent der behandelten Patienten erfüllten bereits die Kriterien für die Diagnose der „Borderline Persönlichkeitsstörung“.

Behandlung hilft

Anhand ihrer Studie konnten die Forscherinnen zeigen, dass diese Jugendlichen erfolgreich mit psychodynamischer Psychotherapie behandelt werden können. Die psychische Belastung der jungen Patienten nahm stark ab und die Behandlungsergebnisse waren auch sechs Monate nach Behandlungsende stabil. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift „Psychological Medicine“ veröffentlicht. (shx)

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