Alexanderpreis

Preise für guten Journalismus zur Regionalgeschichte - Ehrung für HNA-Redakteur

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Alexanderpreis: Die drei Gewinner (vorn, von links) Thomas Kopietz, Nicola Kulp und Oliver Saller sowie (hinten, von links) Kuratoriumsmitglied Detlef Johannson, Jurymitglied Claudia Weitemeyer, Kuratoriumsvorsitzender Jens Wortmann sowie die Jurymitglieder Sybille Bertram und Wolfgang Just.

Nicola Kulp heißt die Gewinnerin des Alexanderpreises 2020. Die Göttinger Journalistin wurde bei einer Feierstunde im Deutschen Theater für ihren im Teilstatt-Magazin Ostviertel erschienenen Artikel „Von Schafen, Sekt und Seifenkistenrennen – der Göttinger Kehr“ ausgezeichnet.

Seit 1990 vergibt die Alexanderstiftung Preise für Journalisten, die sich in besonderer Weise mit der Vergangenheit der Stadt Göttingen und ihres Umfeldes beschäftigen. „Im diesjährigen Wettbewerb hatten wir eine besondere Themenvielfalt, aber auch zahlreiche qualitativ herausragende Texte zu beurteilen“, betonte Jens Wortmann, Vorsitzender des Kuratoriums der Alexanderstiftung. Er habe sich zudem darüber gefreut, „dass es Bewerbungen auch von überregionalen Medien gegeben habe.

„Mit ihrem Text über den Kehr legt Nicola Kulp einen Beitrag vor, der jeder Göttingerin und jedem Göttinger das Herz aufgehen lässt“, lobte Laudator und Jury-Mitglied Wolfgang Just die Preisträgerin. „Im Namen der Jury und sicher auch im Namen der Anwesenden danke ich Ihnen sehr herzlich für diesen gelungen Ausflug in unsere schöne Göttinger Heimat.“

Über den zweiten Preis freuen durfte sich Vorjahres-Sieger Thomas Kopietz. Nachdem der Leiter der Göttinger HNA-Redaktion 2019 mit seinem Beitrag „Hollywood an der Leine“ über die Geschichte der Filmstadt Göttingen Platz eins belegt hatte, landete sein Sonntagszeit-Beitrag „Das Schweigen der Boat People“ auf dem Silber-Platz. „Darin nimmt er seine Leser mit auf eine Zeitreise ins Jahr 1978, als 1000 Flüchtlinge aus Vietnam in Göttingen aufgenommen, ärztlich untersucht und behandelt wurden“, sagte Laudatorin Sybille Bertram. Es sei eine „fesselnde und bewegende“ Geschichte, die die Jury „einhellig begeistert“ habe.

Der dritte Platz des mit insgesamt 2750 Euro dotierten Alexanderpreises ging an Josef Saller, dessen Text „Das Traumhaus“ über die Geschichte des Iduna-Zentrums im vergangenen Jahr im Stern erschienen war.

„Alle drei Texte erfüllen in besonderer Weise die Vorgaben, die der Journalist Wolfgang Alexander für die nach ihm benannte Stiftung verfügt hat“, betonte Jans Wortmann.

Kuratoriumsvorsitzender Jens Wortmann gratulierte Siegerin Nicola Kulp zum Alexanderpreis. 

Demnach solle die Arbeit „betont journalistisch sein, fast vergessene und bisher übersehene Themen aufgreifen, allgemeinverständlich dargestellt werden und in der Länge nach Möglichkeit eine Zeitungsseite nicht überschreiten. Die prämierten Texte sowie die Laudationes sind aufder Homepage der Stiftung zu lesen. 

Von Per Schröter

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