Hoffnung für Patienten

Preisgekrönte Alzheimer-Studie: Bekannte Medikamente können helfen

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Ehrung für junge Forscherin: (von links) Professor Heyo K. Kroemer, Preisträgerin Dr. Eva Benito-Garagorri, Professor Jens Wiltfang und Professor André Fischer.

Göttingen. Neue Hoffnung für Alzheimer-Patienten: Die Göttinger Wissenschaftlerin Dr. Eva Benito-Garagori testet bekannte Medikamente auf ihre Wirksamkeit gegen Demenz.

Dabei greift die 33-Jährige, die aus Spanien stammt, auf Substanzen zurück, die bereits gegen andere Krankheiten erfolgreich eingesetzt werden. Für ihre Forschungsarbeiten wurde die Wissenschaftlerin jetzt mit dem Inge und Fritz-Kleekamm-Forschungspreis ausgezeichnet, der mit 5000 Euro dotiert ist.

Weil bei dem Projekt am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Göttingen bekannte Medikamente verwendet werden, rechnet die Universitätsmedizin mit einer raschen Umsetzung der Forschungsergebnisse in eine Therapie für Patienten.

Aufgrund der Forschungen von Dr. Benito-Garagorri wurde eine weltweit erste Studie zur Behandlung der Altersdemenz ins Leben gerufen.

Vor allem alte Menschen betroffen

Alzheimer ist eine Volkskrankheit, an fast ausschließlich Menschen höheren Alters leiden. Von den 65-Jährigen sind etwa zwei Prozent betroffen, bei den 70-Jährigen sind es drei Prozent, bei den 75-Jährigen sechs Prozent und bei den 85-Jährigen zeigen etwa 20 Prozent Symptome der Krankheit. 

In Deutschland leiden amehr als 1,3 Millionen Menschen unter einer Demenzerkrankung, bis 2050 wird ein Anstieg auf 2,6 Millionen prognostiziert. Deshalb kommt der Forschung in diesem Bereich eine große Bedeutung zu. Der Göttinger Forschungspreis wird seit 2010 verliehen.

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