Auszeichnung des DAAD

Physik für Flüchtlinge: Preisgekrönte App hilft bei wohltätigen Einsatz

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Universität Göttingen: Der Promotionsstudent am II. Physikalischen Institut Joshua Wyatt Smith hat den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes DAAD erhalten. Links: Vizepräsidentin Prof. Hiltraud Casper-Hehne, rechts: Prof. Dr. Arnulf Quadt. 

Göttingen. Diese App hilft: Mit Unterstützung der Applikation für Handys konnten 2015 bundesweit 1100 Freiwillige für die Aktion „Physik für Flüchtlinge“ gewonnen werden.

Entwickelt hat sie der Promotionsstudent der Universität Göttingen, Joshua Wyatt Smith aus Südafrika. Dafür gab es den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für hervorragende ausländische Studierende.

Joshua Wyatt Smith promoviert an der Fakultät für Physik am Institut für Kern- und Teilchenphysik.

Die Jury würdigt damit eine Smartphone-App, die Smith für die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) erstellt hat. Die Anwendung stellt die Aktivitäten und Angebote der DPG dar und bietet einen Tagungsservice für DPG-Tagungen.

Zudem war die App – wie erwähnt – im vergangenen Jahr im wohltätigen Einsatz und ein wichtiges Werbe- und Kommunikationsinstrument für das Projekt „Physik für Flüchtlinge“. Über den Einsatz für die Aktion „Physik für Flüchtlinge“ freut sich Prof. Dr. Arnulf Quadt von der Göttinger Fakultät für Physik, besonders. Quadt hat das Projekt organisiert.

Besuch in Flüchtlingseinrichtungen

Die Freiwilligen besuchten Kinder und Jugendliche in Flüchtlingseinrichtungen, unterhielten sie mit kleinen physikalischen Experimenten und führten sie in die technisierte Bilderwelt ein.

Auch in einem zweiten Projekt trug die App merklich zum Erfolg bei: Die Anwendung vereinfachte den Zugang zum physikalischen Adventskalender „PiA – Physik im Advent“. Die Teilnehmenden, von denen ein großer Teil noch zur Schule geht, konnten schon morgens vor dem Aufstehen das neue Aufgabenvideo mit einem physikalischen Experiment sehen. PiA hatte im Advent 2015 rund 1,1 Millionen Besucherinnen und Besucher, von denen viele die App nutzten. Auch in diesem Jahr läuft PIA mit einer riesigen Resonanz.

Viele Studenten setzen sich ein 

„An der Uni Göttingen setzen sich außerordentlich viele Studierende für die Integration der Geflüchteten in die Region ein“, sagte Prof. Hiltraud Casper-Hehne, Vizepräsidentin für Internationales, bei der Preisverleihung. „Wir schätzen dieses große gesellschaftliche Engagement sehr. Umso mehr freut es uns, wenn ein Student auch extern für die Aktivitäten Anerkennung erhält, wie durch diesen wunderbaren Preis des DAAD.“

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) ist die größte physikalische Gesellschaft der Welt. Sie vertritt Belange der Physik in der Öffentlichkeit und organisiert europaweit Tagungen, auf denen Physik-Studierende ihre Arbeiten vorstellen. (pug/tko)

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