Göttingen

Pro-City-Sommerempfang mit 150 Gästen: Klare Kante für eine attraktive Innenstadt

Rolf-Georg Köhler (2. von links), Fritz Güntzler (2. von rechts) und Thomas Harms (rechts) stehen zusammen.
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Treffen für Politiker aller Farben: hier Rolf-Georg Köhler (2. von links), Fritz Güntzler (2. von rechts) und Thomas Harms (rechts).

Eine Reduzierung des Autoverkehrs im Bereich der Göttinger Innenstadt - das war eine zentrale Botschaft beim Jahresempfang des Vereins Pro City Göttingen.

Göttingen – Der Verein Pro City, der sich in Göttingen für die Belange der Innenstadt einsetzt, fordert für diesen Bereich eine Reduzierung des Autoverkehrs. Um diese Botschaft zu unterstreichen, setzt der Verein selbst ein Zeichen mit dem baldigen Start des nachhaltigen Göttinger Logistikkonzepts „Grünfuchs“. Davon kündete schon am Eingang ein gelbes E-Transportfahrzeug mit eben jenem Grünfuchs-Logo.

(Mehr darüber lesen Sie am Samstag auf hna.de/goettingen).

Etwa 150 Gäste tummelten sich am Donnerstagabend im KAZ- und JT-Innenhof an der Bürgerstraße, wo der Förderverein Pro City nach der Corona-Zwangspause 2020 Jahr zum Sommerempfang geladen hatte.

Die Gäste aus Einzelhandel, Wirtschaft, von Institutionen sowie aus der Politik – darunter auch mehrere Oberbürgermeister- und Bundestagskandidaten – waren der Einladung gefolgt. „Wir sind dankbar und glücklich, dass wir uns nach so vielen Monaten der Kontaktbeschränkungen wieder persönlich und in großer Runde treffen und austauschen können“, betonte Hauptrednerin Susanne Heller, seit 2017 Vorsitzende des Fördervereins Pro City, der sich seit mehr als 20 Jahren um die Belange der Göttinger Innenstadt kümmert.

Locker und luftig: Der Sommerempfang von Pro City fand im Hof von KAZ und Jungen Theater statt. JT-Intendant Nico Dietrich wies auch noch einmal auf die stockende Sanierung des Ottfried-Müller-Hauses hin und führte Besucher durch die JT-Räume.

„In vielen Parteiprogrammen für die anstehenden Kommunal- und Bundestagswahlen ist die Zukunft der Innenstädte ein Schwerpunktthema“, sagte Heller, die sich darüber freut. „Sicherlich ist diese Aufmerksamkeit auf die gravierenden Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie und auf die daraus resultierende unsichere Zukunft der Innenstädte danach zurückzuführen.“ Sie bewerte dieses große Interesse an der Zukunft der Innenstädte „als einen der positiven Corona-Effekte“.

Die vergangenen anderthalb Jahre seien für jedes der mehr als 200 Pro City-Mitglieder „herausfordernd und anstrengend“ gewesen. Doch auch wenn ihre Geschäfte und Gastronomiebetriebe monatelang geschlossen bleiben mussten, hätten sich die Vereinsverantwortlichen nicht ausgeruht. „Anfang des Jahres haben wir unsere Positionen zur Zukunft der Göttinger Innenstadt in einem Konzeptpapier gebündelt“, sagte Heller. Darin werde – in sieben Schwerpunkten – die gegenwärtige Lage der Innenstadt bewertet und aufgezeigt, wie ihr Potenzial kontinuierlich weiterentwickelt werden sollte.

Sommerempfang Pro City: Vorsitzende Susanne Heller verkündete auch den Start eines nachhaltigen Göttinger Logistiksystems SLAM.

„Ein Schwerpunkt unserer Forderungen ist seit Langem, den Autoverkehr in der Innenstadt zu reduzieren“, sagt die Pro City-Vorsitzende. Hierüber bestehe bei allen Parteien und sonstigen Interessenvertretern „großer Konsens“. Unterschiedliche Auffassungen gebe es aber darüber, wie dieses Ziel erreicht werden könne. „Die Piktogramme auf den Straßen des Busrings, die auf unseren bereits 2018 gemachten Vorschlag hin seit zwei Wochen den Beginn der Fußgängerzone anzeigen, sind ein erster kostengünstiger und pragmatischer Ansatz, um den unerlaubten Durchgangs- und Abkürzungsverkehrs einzudämmen“, betonte Heller.

„Die Innenstadt würde deutlich gewinnen, wenn man Geld in die Hand nehmen und die Vorschläge von Pro City umsetzen würde“, betonte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) in seiner Ansprache. Gerade für Göttingen als Oberzentrum sei es wichtig, dass die Innenstadt „wie ein Magnet“ wirkt. „Damit die Stadt attraktiv bleibt, muss sie aktiv sein“, so Köhler. Und genau dafür würden Pro City mit den Einzelhändler und Geschäftsleuten sowie ihren Mitarbeiter „in herausragender Weise“ sorgen – auch wenn OB und Pro City nicht immer einer Meinung seien, aber immer um Ergebnisse bemüht.

Zu Beginn des Empfangs hatte Pro City-Geschäftsführerin Frederike Breyer die Gäste begrüßt. Sie dankte wie Susanne Heller dem scheidenden Oberbürgermeister Köhler „für die konstruktive Zusammenarbeit der vergangenen Jahre“ und dafür, dass er „stets ein offenes Ohr“ für die Belange der Innenstadt hatte. (Per Schröter)

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