Zur Kommunalwahl

Pro-City will Aufwertung der Innenstadt: Einzelhändler-Vertretung hat Forderungen ausgearbeitet

Viele Menschen sind in der Fußgängerzone in der Göttinger Innenstadt unterwegs
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Blick in die Weender Straße an einem Samstag mit hoher Kundenfrequenz. Pro-City hat eigene Ideen zur Aufwertung der Innenstadt erarbeitet. (Archivfoto)

Der Göttinger Verein Pro-City hat konkrete Forderungen aufgestellt, um die Innenstadt aufzuwerten. Es geht unter anderem um die Fußgängerzone, den Verkehr und das Stadtbild.

Göttingen – Der Verein Pro-City, der die Interessen der Einzelhändler in der Göttinger Innenstadt vertritt, geht mit konkreten Forderungen und Anregungen in die Diskussion mit den Parteien im Vorfeld der Kommunalwahl im September. Es werden zahlreiche Verbesserungen und Veränderungen gefordert.

In dem von der Vorsitzenden Susanne Heller und ihrem Stellvertreter Robert Vogel unterzeichneten Papier wird zugleich auf das Flair der Innenstadt durch die besondere Mischung aus Geschäften, Gastronomiebetrieben, Kultureinrichtungen, Arztpraxen, Dienstleistern und Bewohnern hingewiesen.

Aufwertung der Göttinger Innenstadt: „Innenstadt zum Wohle all ihrer Besucher weiterentwickeln“

Mit diesem lebendigen Miteinander entspricht Göttingen aus Sicht von Pro-City schon heute dem Ideal der Innenstadt der Zukunft, wie dies die Industrie- und Handelskammer definiert habe.

„Von dieser guten Ausgangssituation ausgehend möchte Pro-City die Göttinger Innenstadt zum Wohle all ihrer Besucher weiterentwickeln. Ihre Potenziale auszuschöpfen, bedarf kontinuierlicher Anstrengungen“, so der Verein. Hier die Überlegungen auf einen Blick.

Aufwertung der Göttinger Innenstadt: Fußgängerzone

Die Fußgängerzone muss aus Sicht von Pro-City den Fußgängern zurückgegeben werden. Die Ideen:

  • Sichtbarmachung der Fußgängerzone durch Piktogramme auf den Straßen
  • Änderung der Verkehrsführung in der Kurzen Geismar Straße und der Verkehrsführung am Albaniplatz / Obere Karspüle / Friedrichstraße
  • Lieferverkehr außerhalb der vorgeschriebenen Lieferzeiten in der Fußgängerzone untersagen
  • Einführung eines nachhaltigen und lokalen Liefersystems für die gesamte Stadt
  • regelmäßige Kontrollen, um für die Einhaltung der Regeln zu sorgen

Aufwertung der Göttinger Innenstadt: Radfahrer

Radfahrer sollen auf den genehmigten Durchfahrtsstraßen zu rücksichtsvollem Verhalten angehalten werden.

  • Bessere Markierung der Fußgängerzone und der dort geltenden Verkehrsregeln
  • regelmäßige Verkehrskontrollen

Aufwertung der Göttinger Innenstadt: Busverkehr

Pro-City fordert eine Reduzierung der Haltestellen in der Innenstadt, um die „blaue Buswand“ zu eliminieren, ohne die Erreichbarkeit der Innenstadt zu beeinträchtigen.

  • Zusammenlegung der Haltestellen Jüdenstraße und Kornmarkt in der Kurzen Geismar Straße, wie bereits während des Umbaus der Jüdenstraße erfolgreich getestet
  • Schrittgeschwindigkeit auch für Busse während der Fahrt durch die Fußgängerzone
  • Mehr Linienbusse aus dem Landkreis, auch in den Abendstunden und zu bezahlbaren Tarifen

Aufwertung der Göttinger Innenstadt: Autoverkehr

  • mehr Elektroladesäulen für E-Autos und E-Bikes
  • mehr Parkplätze in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt, damit Besucher die Innenstadt gut erreichen können
  • Einführung eines echten, dynamischen Parkleitsystems mit Beschilderung an der Stadtgrenze

Aufwertung der Göttinger Innenstadt: Stadtbild

Das Stadtbild muss laut Pro-City gepflegt werden und erhalten bleiben

  • Beseitigung von optischen Schandflecken (zum Beispiel Stockleffsche Mühle und Schwarzer Bär)
  • verlässliche Planungshorizonte für Investoren durch schnelle Bearbeitung von Bauvoranfragen, Bauvorhaben- und Baugenehmigungen
  • verlässliche und flächendeckende Straßenreinigung sowie Winterdienst

Aufwertung der Göttinger Innenstadt: Weitere Ideen

Pro-City setzt sich zudem für die Gründung einer Stadtmarketinggesellschaft ein, in der die Synergien für das Marketing der Stadt und der Innenstadt effizient genutzt werden. Sie sollte finanziell angemessen ausgestattet sein.

Zudem sollen Immobilieneigentümer mit Pro-City und weiteren Innenstadtakteuren Projekte zur Steigerung der Attraktivität der Göttinger City entwickeln und umsetzen.

Aufwertung der Göttinger Innenstadt: Mehr Service für Besucher und Anwohner der Göttinger Innenstadt

Pro-City hat konkrete weitere Ideen entwickelt, die den Besuchern und Anwohnern direkt zugute kommen sollen.
Ein Beispiel ist ein offenes W-Lan-Netz mit einer schnellen Internetanbindung.

Weitere Punkte sind:

  • Erhalt des Nahversorgungsangebots innerhalb des Walls
  • ausreichend Anwohnerparkplätze zu vertretbaren Preisen
  • Gewährleistung der Nachtruhe auf öffentlichen Plätzen
  • Verhindern von Konflikten zwischen Bewohnern, dem kulturellen Angebot und der Gastronomie

Für Besucher, insbesondere Bus- und Tagestouristen, sind mehr öffentliche Toiletten wichtig. Besucher von Kulturveranstaltungen benötigen aus Sicht von Pro-City auch abends Parkplätze. (Bernd Schlegel)

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